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Varta-Aktie Projektverzögerungen bei Kunden setzen Batteriehersteller Varta zu - Aktie im Minus

Für Varta geht es am Freitag steil bergab. Die Aktien des Batterie-Herstellers steuerten wegen enttäuschender Geschäftszahlen und gesenkter Ziele ins Minus.

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Varta Aktie im Minus Quelle: dpa

Materialengpässen und daraus resultierende Projektverzögerungen bei seinen Kunden bremsen den Batteriehersteller Varta aus. Der Vorstand kassierte das Umsatzziel des Apple-Zulieferers und sorgte damit am Freitag für einen Kursrutsch.

Die im MDax notierten Titel verloren vorbörslich 10,7 Prozent. Nach Börsenöffnung steuerte die Aktie zeitweise mit mehr als 23 Prozent auf 99,70 Euro und somit auf den größten Tagesverlust ihrer Geschichte zu.

Der pessimistische Ausblick belaste das Vertrauen der Anleger in das Unternehmen, sagt DZ Bank-Analyst Michael Punzet. Er stufe die Titel daher von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ herunter und senke den fairen Wert auf 90 von 145 Euro.

Vorstandschef Herbert Schein erwartet 2021 mit 900 (Vorjahr: 869,7) Millionen Euro nun 40 Millionen Euro weniger Umsatz als bislang avisiert. Die Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) von 275 (241) Millionen Euro und eine Ebitda-Marge von 30 (27,7) Prozent behielt er indes bei.
In den kommenden beiden Jahre will Schein eine Wachstumsoffensive starten, um das Geschäft mit der neuen Batterie V4Drive für Elektroautos voranzutreiben. Die dafür hohen Investitionen würden allerdings 2022 und 2023 die Margen schmälern. Gleichwohl rechnet er mit einer weiteren Verbesserung des Ebitda und Umsatzzuwächsen von 100 Millionen Euro pro Jahr.

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    Das Geschäft mit kleinen Batterien, etwa für kabellose Kopfhörer, macht mehr als die Hälfte des gesamten Varta-Umsatzes aus. Zum Halbjahr hatte der Vorstand davon berichtet, das Lager mit diesen Akkus aufgebaut zu haben, damit auf diese Weise bereits angekündigte Kundenprojekte in der zweiten Jahreshälfte erfüllt werden können.

    Ab Ende des Jahres will Varta früheren Angaben zufolge in das Geschäft mit Akkus für Elektroautos einsteigen. Ein erster Kundenauftrag liegt vor. Es handelt sich um den Sportwagenbauer Porsche.

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