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Verbraucherzentralen Finanzmarktakteure sollen stärker beobachtet werden

Seit dem Jahr 2011 beobachten die Verbraucherzentralen die Finanzmärkte ganz genau. Jetzt sollen die Wächter von der Regierung mehr Befugnisse bekommen. Die Erkenntnisse der Verbraucherschützer nutzen nämlich auch der Politik.

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Ein Mann hält eine Check-Liste in den Händen Quelle: Fotolia
Staßenschilder warnen Fußgänger vor herabfallenden Steinen Quelle: dpa
Alternativen einfordernOft präsentieren Berater ihren Kunden nur ein Produkt – nach dem Motto „Das habe ich nur für Sie ausgewählt“. Nicht selten sind das die Produkte, für die der Berater die höchste Provision bekommt, aber eben nicht die für den Kunden passenden Anlagen. Sparer sollten unbedingt Alternativen einfordern, um vergleichen zu können. Genauso ist es wichtig, nicht nur eine Bank nach guten Anlagen zu fragen. Gehen Sie lieber zu mehreren Geldinstituten und vergleichen die Angebote. Quelle: Fotolia
Eine Dame in einem Beratungsgespräch Quelle: Fotolia
Ein Mann schaut durch eine Lupe Quelle: Fotolia
KostenrechnungHohe Gebühren fallen auch dann an, wenn der Kunde nicht in Wertpapiere investiert. Bei Bausparverträgen etwa verlangen Banken in der Regel einen Prozent der Bausparsumme als Abschlussgebühr. Anleger sollten eine genaue Übersicht einfordern, auf der alle anfallenden Gebühren und Provisionen aufgeführt sind. Wer ein kompliziertes Produkt wie einen Bausparvertrag nicht braucht, sollte sich nicht scheuen, nach einfacheren Anlagen wie einem Banksparplan zu fragen. Quelle: Fotolia
Ein Beratungsgespräch Quelle: Fotolia

Seit dem Jahr 2011 gibt es die sogenannte Initiative Finanzmarktwächter der Verbraucherzentralen, die auf große Missstände im Finanzmarkt aufmerksam machen soll. Konkret geht es dabei um unfaire Vertriebsmethoden, schlechte Finanzprodukte oder Wettbewerbsverzerrungen - kurzum: Verhaltensweisen, die den Verbrauchern das Geld aus der Tasche ziehen. Jetzt wollen die Verbraucherzentralen ihre Beobachtung des Finanzmarkts ausbauen. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte die Leiterin Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Helga Springeneer, der Nachrichtenagentur dpa. Union und SPD wollen laut ihrem Koalitionsvertrag die Verbraucherorganisationen mit einer speziellen Wächterfunktion für den Finanzmarkt beauftragen.

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Geplant ist ein Netz aus fünf, auf verschiedene Marktsegmente spezialisierten Verbraucherzentralen, wie Springeneer sagte. "Sie haben ein Gespür dafür, ob es sich um Einzelprobleme oder systemische Probleme handelt." Erkenntnisse sollen an die Aufsichtsbehörden und die Politik gehen. Dieser Informationsaustausch hat sich bereits in der jüngsten Vergangenheit bezahlt gemacht. So gehen unter anderem die folgenden Entdeckungen auf das Konto der Finanzmarktwächter:

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Die finanziellen Rahmenbedingungen und der Starttermin der erweiterten Finanzmarktwächter sind derzeit noch offen. Bislang machen sich die Verbraucherschützer ihr Bild anhand von Marktchecks und Untersuchungen zu Provisionen, Beratungsprotokollen, Produktinformationsblättern oder Kreditkonditionen. Künftig soll die Marktbeobachtung, "die aufbaut auf einer systematischen Erfassung der bundesweiten Verbraucheranfragen, Beschwerden und Beratungen zu Finanzthemen" stärker im Mittelpunkt stehen, so die vzbv-Expertin Springeneer. "Außerdem werden wir, wo nötig, vertiefende Marktuntersuchungen und Studien in Auftrag geben."

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