Verdacht auf Bilanzfälschung Laternenbauer Hess feuert Vorstände

Wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation feuert der Straßenlaternen-Hersteller Hess seine beiden Vorstände fristlos. Es bestehe unter anderem der Verdacht, dass die Hess AG mit Wissen des Vorstands zumindest seit dem Jahr 2011 fingierte Umsätze ausgewiesen hat.

Aus diesen Börsengängen ist nichts geworden
Die im Mai oder Juni erwartete Wiederaufnahme von Börsengängen in China dürfte sich einem Zeitungsbericht zufolge noch bis Juli verzögern. Die Behörden machten sich Sorgen über den Zustand der Wirtschaft und würden deshalb erst im dritten Quartal wieder IPOs zulassen, hieß es in dem amtlichen "China Securities Journal". Die Börsenaufsicht hatte die Genehmigung von Börsengängen im Oktober eingestellt, um das Angebot zu drosseln, den Aktienmarkt zu stabilisieren und die Qualität der IPOs zu verbessern. Viele Branchenkenner hatten erwartet, dass die Behörde im Mai oder Juni eine Wiederaufnahme ankündigen wird. Im vergangenen Jahr bot sich an den westlichen Märkten ein ganz ähnliches Bild - wenn auch nicht ausschließlich krisenbedingt. Quelle: dpa
Das Logo der Rheinmetall AG Quelle: dpa
Die Zentrale des Versicherungskonzerns Talanx Quelle: dpa/dpaweb
Luxury clocks and watches are displayed inside a Graff Diamonds store at Peninsula Hotel in Hong Kong Quelle: REUTERS
Spanish Formula One driver Fernando Alonso of Ferrari steers his car Quelle: dpa
workers fixing a huge advertising banner of German company Evonik Quelle: REUTERS
Energiesparlampen werden am 26.08.2009 bei Osram in Augsburg (Schwaben) in Verkaufsverpackungen abgepackt. Quelle: dpa

Aus wichtigem Grund sei beiden mit sofortiger Wirkung gekündigt worden, teilte der Börsenneuling mit. Vorstandschef des erst seit kurzem börsennotierten Unternehmens war bisher Christoph Hess, ein Mitglied der Gründerfamilie. Interne Prüfungen hätten ergeben, dass es "wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum mit Kenntnis des Vorstands zu Verstößen gegen Bilanzierungsregelungen gekommen" sei. Es bestehe der Verdacht, dass mindestens seit 2011 fingierte Umsätze ausgewiesen worden seien. Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sei dadurch zu positiv dargestellt worden.

Auf der Sondersitzung des Aufsichtsgremiums sei zudem beschlossen worden, eine Sonderuntersuchung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte durchführen zu lassen, um das Ausmaß eines möglichen Schadens sowie bestehende Ansprüche festzustellen. Till Becker sei mit sofortiger Wirkung zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt worden.

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Das Schwarzwälder Unternehmen war Ende Oktober an die Frankfurter Börse gegangen. Mit dem Gang auf das Börsenparkett hatte Hess 35,65 Millionen Euro eingenommen. Die Familie des am Montag geschassten Vorstandschefs Hess hält seitdem noch ein Drittel der Anteile. Finanzchef war bisher Peter Ziegler.

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