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Vermögensverwalter Blackrock Italien-Wahl könnte EU-Neuausrichtung erschweren

Das Ergebnis der Italien-Wahl behindert die Neuausrichtung der Eurozone, glaubt Blackrock. Kurzfristig gebe es aber keinen Grund zur Sorge.

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Die Finanzmärkte haben am Montag recht gelassen auf den Erfolg von populistischen Parteien in Italien reagiert. Quelle: AP

Frankfurt Das unklare Ergebnis der Wahl in Italien könnte aus Sicht des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock die Neuausrichtung der EU und der Eurozone gefährden. „Die EU braucht nach dem Brexit eine handlungsfähige italienische Regierung, um Reformen voranzutreiben“, sagte Blackrock-Experte Felix Herrmann am Montag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Zudem dürfte es in Deutschland eine eher instabile Regierung geben. „Die vom französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron angeregte Beseitigung der Schwachstellen der EU-Infrastruktur dürfte so schwierig werden.“

Die Finanzmärkte haben am Montag recht gelassen auf den Erfolg von populistischen Parteien in Italien reagiert. „Ein Austritt aus der Eurozone war im Wahlkampf kein Thema“, erklärte Herrmann die verhaltene Reaktion an den Finanzmärkten. So hatte auch die Einzelpartei mit den meisten Wählerstimmen, die 5-Sterne-Bewegung, nicht mehr für einen Austritt aus der Währungsunion geworben. „Auch die sich abzeichnende Hängepartie bei der Regierungsbildung ist man in Italien gewohnt und sollte kurzfristig die Finanzmärkte nicht belasten“, sagte Herrmann.

Auch aus ökonomischer Sicht gebe es kurzfristig keinen Grund zur Sorge. „Die italienische Konjunktur hat sich zuletzt gut entwickelt“, sagte Herrmann. Die Wirtschaft dürfte in diesem und im nächsten Jahr um rund 1,5 Prozent wachsen. Auch im Bankensektor gebe es Fortschritte. Die Zahl notleidender Kredite sei zurückgegangen. Trotz der aktuell besseren Konjunktur bleibe Italien aber das größte Sorgenkind der Eurozone. Vorschläge zu Reformen gebe es in den Programmen der Parteien nicht – stattdessen viele Versprechen.

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