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Vermögensverwalter Pimco "Deutsche Anleihen verlieren an Qualität"

Bei Pimco, der US-Tochter der Allianz, fürchtet man, dass auch Deutschland die Eurokrise nicht unbeschadet überstehen werde. Die Risiken für Bundes-Bonds seien zuletzt kräftig gestiegen, ließen die Amerikaner verlauten.

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Experten fürchten, dass auch Bundesanleihen unter der Eurokrise leiden werden. Quelle: dpa

Frankfurt Der Vermögensverwalter Pimco hat wegen der Schuldenkrise nur noch wenige Bundesanleihen in seinen Depots. "Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität", erklärte Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef der Allianz -Tochter, am Mittwoch. Schließlich drohten dem Bundeshaushalt durch die milliardenschwere Rettungsschirme und anderweitige Verluste enorme Belastungen.

Die mageren Renditen der deutschen Titel spielten laut Bosomworth nur eine untergeordnete Rolle. "Wir achten in erster Linie auf das Rückzahlungspotenzial und erst in zweiter Linie auf die Rendite. Wenn es sein muss, nehmen wir sogar negative Real-Renditen in Kauf."
Die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere war Anfang Juni auf ein Rekordtief von 1,127 Prozent gefallen. Seither sind sie auf etwa 1,5 Prozent angezogen. Zum Vergleich: Die Inflationsrate in der Euro-Zone liegt derzeit bei knapp 2,5 Prozent.
Pimco sei in Staatsanleihen der Euro-Staaten generell untergewichtet, fügte der Fondsmanager hinzu. Er bevorzuge Papiere aus Staaten wie Großbritannien, Australien, Brasilien oder Südafrika. Daneben habe sein Unternehmen die Bargeldquoten ausgebaut. Bei Publikumsfonds liege diese in der Regel zwischen fünf und 15 Prozent, in Einzelfällen sogar darüber. Vor der Krise seien Quoten zwischen einem und fünf Prozent üblich gewesen.

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