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Versteckte Kosten Tech-Aktien auf Anabolika

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Fadenscheinige Ausreden

Alte Internetstars und junge Wilde an der Börse
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"Die Behauptung, diese Vergütungen seine keine Aufwendungen, ist schwer zu halten", meint Robert Willens, ein New Yorker Steuerexperte. "Das ergibt sich allein schon aus deren steuerlicher Behandlung. Unternehmen können nach Ablauf der Sperrfrist einen Steuerabzug geltend machen; aus bilanzieller Sicht handelt es sich folglich klar um Aufwendungen, auch dann, wenn mit Aktien bezahlt wird."

Die Technologiebranche tischt eine Reihe von Begründungen auf, warum diese Aktienzuteilungen keine Aufwendungen seien, allen voran das Argument, Aktien seien keine "Geldleistungen". Das ist natürlich wenig stichhaltig, denn die Aktien haben sehr wohl einen Wert, und sie sind bei Mitarbeitern genau deshalb heiß begehrt.

Salesforce wartet nun mit einer neuen Erklärung auf. In einem Quartalsbericht werden die Aktienzuteilungen als eine Art Kapitalanlage in Mitarbeiter präsentiert: "Anders als bei periodenbasierten, leistungsabhängigen Vergütungsanreizen, ist der primäre Zweck dieser aufgeschobenen Aktienzuteilungen, die Interessen unserer Mitarbeiter mit den Interessen unserer Aktionäre in Einklang zu bringen und die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden."

Börse



Weil Analysten und Anleger die aktienbasierten Vergütungen geflissentlich ignorieren, nutzen die Unternehmen die Chance und emittieren mehr und mehr Mitarbeiteraktien. Salesforce erhöhte die aktienbasierte Vergütung von 7,3 Prozent des Umsatzes im Jahr 2010 auf 12,4 Prozent 2012. Auch Concur Technologies, ein Anbieter von Kostenmanagementsoftware für Unternehmen, und der Cloud-Anbieter Ultimate Software haben den Umsatzanteil dieser Vergütungen erheblich angehoben.

Toni Sacconaghi von der Research-Firma Sanford C. Bernstein belegt in einer Studie, dass aktienbasierte Vergütungen bei den attraktiven Unternehmen, darunter Apple, Microsoft und IBM, 2008 bis 2012 bei weniger als einem Prozent des Umsatzes lagen. Bei VMware und Salesforce waren es zehn Prozent, bei Broadcom immerhin noch sieben Prozent.

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