WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Virtuelle Währung Bitcoin knackt die 10.000-Dollar-Marke

Der Hype um die Cyberwährung Bitcoin kennt kein Halten. Die nächste Schallmauer ist durchbrochen, seit längerem investierte Anleger jubeln. Doch auch die Warnungen vor einer Blase reißen nicht ab.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Bitcoin News, Bitcoin aktuell, Bitcoin Kurs Quelle: REUTERS

Es ging schneller als gedacht. Der Bitcoin hat am Dienstagmorgen deutscher Zeit die wichtige Marke von 10.000 Dollar überschritten, wie die Branchenseite Coinmarketcap meldet. Diese ermittelt den Kurs aus dem Durchschnitt der Daten mehrerer Kryptowährungs-Börsen. Aktuell notiert der Bitcoin bei 10.019 Dollar, ein Tagesplus von knapp vier Prozent.

Erst am frühen Sonntag hatte die Kryptowährung die 9000-Dollar-Hürde genommen. Der Marktwert der weltweit größten Digitalwährung liegt nun bei über 165 Milliarden Dollar. Er ist damit mehr wert als SAP, Deutschlands wertvollster börsennotierter Konzern, und mehr als fünfmal so viel wie die Deutsche Bank.

Doch mit dem rasanten Erfolg des Bitcoins drängt sich erneut die Frage auf: Ist es eine Blase oder nicht? Der Kurs sei „wie eine Parabel angestiegen. Das geht meist nicht gut aus“, warnte Art Kashin, der die Geschäfte der UBS auf dem Parkett der New York Stock Exchange leitet, auf dem Börsensender CNBC.

Der Bitcoin hat in diesem Jahr rund 900 Prozent zugelegt. Einige sehen den Aufstieg der Kryptowährung als die größte Blase aller Zeiten. „Wir sind jetzt in der Phase, in der die Leute Angst haben, etwas zu verpassen“, sagte Cashin. Das würde den Kurs zusätzlich antreiben, bevor die Plase schließlich platze.

Auch Bob Doll, früherer Blackrock-Manager, jetzt Aktienstratege beim Vermögensverwalter Nuveen, sieht Bitcoin „in einem Bereich, der sich spekulativ anfühlt“, wie er einräumt. Er ist jedoch gleichzeitig von der Erfolgsstory fasziniert. „Das war schon ein großartiger Lauf, oder?“, schwärmt er. „Der geflügelte Spruch der Branche ist: ‚Wer braucht da noch einen Aktienmarkt, wenn es Bitcoin gibt.‘“

Lou Kerner vom Risikokapitalgeber Flight Ventures ist nach wie vor optimistisch gestimmt. „Dies ist die erste technologische Verbesserung für Währungen“, argumentiert er. Alte Regeln und Ängste könnten hier nicht eins zu eins übertragen werden. Zudem, argumentieren viele Unterstützer, müsse man bedenken, dass die Anzahl der Bitcoins endlich sei. Insgesamt können nur 21 Millionen Bitcoins produziert werden; über 16 Millionen sind bereits auf dem Markt. „Das wird die Währung noch viel begehrter machen“, sagt ein Hedgefonds-Manager.

Institutionelle Investoren sind in den vergangenen Monaten verstärkt in den Krypto-Markt eingestiegen. Immer neue Krypto-Hedgefonds reißen sich um das Geld der Investoren, zusätzlich werden neuen Produkte aufgelegt, darunter Futures und hochspekulative Differenzkontrakte auf den Bitcoin, die einen Handel mit Hebel ermöglichen.

Kleinanleger sollten jetzt jedoch keine großen Risiken eingehen, warnen selbst die führenden Köpfe der Krypto-Welt. „Wer viele Krypto-Münzen hat, aber auch hoch verschuldet ist, der sollte seine Kryptowährungen nun dazu nutzen, um seine Schulden abzubezahlen“, rät Erik Voorheeses, der Chef der Börse Shaeshift. „Genauso sollte man sich jedoch jetzt nicht verschulden, um zu diesen Preisen digitale Währungen zu kaufen.“

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%