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Wachstumswerte Die spannendsten Tech-Aktien für Mutige

Wer mehr als nur Sparbuchzinsen will, muss etwas riskieren. Die Aktienschwergewichte sind aber schon hoch bewertet. Deshalb: 20 kleine Wachstumsaktien im Test.

Aufmacher Technologieaktien Quelle: WirtschaftsWoche Online

Redaktion: Frank Doll, Andreas Dörnfelder, Stefan Hajek, Sebastian Kirsch, Hauke Reimer, Anton Riedl, Christof Schürmann

Die Deutschen schuften, und andere ernten: Rund 60 Prozent der Dax-Aktien sind in der Hand ausländischer Anleger. Der 2000er-Crash steckt tief im deutschen Bewusstsein – und so etwas kann lange halten: Die Inflationsangst prägt Politik und Volksseele seit 1923.

Ergebnis: Anleger begnügen sich mit Niedrigzinsen oder zeichnen betrügerische Immobilienfonds; Unternehmen holen sich Kapital über Anleihen, deren Zinsen sie dann in die Pleite treiben. Startups können nicht schnell wachsen und dümpeln vor sich hin – oder werden von Wettbewerbern weggekauft. Auf die deutsche Google wartet die Welt vergebens, SAP bleibt eine Ausnahme. „Wir haben hier keine Weltmarktführer am Start“, sagt Alex von Frankenberg, Chef des High-Tech-Gründerfonds.

Junge Technologieaktien mit viel Potenzial

Geht auch nicht, sagt Stephan Schambach, der das E-Commerce-Unternehmen Demandware in den USA an die Börse brachte: Google und Co. haben früh viel Geld gebraucht, um ihren Markt aufzurollen. Das kam von Investoren, die von Beginn an das Ziel hatten, an der Börse Kasse zu machen.

Demandware ist Schambachs zweite Firma nach Intershop. Die wurde am Neuen Markt einst auf über elf Milliarden Euro hochgejazzt. Im Kopf haben Anleger seither Luftnummern wie EM.TV und Betrugsfälle wie Comroad.

Längst nicht alles aber, was bis 2000 an die Börse drängte, war Müll. Viele haben überlebt – mehr als das. 19 der 30 Unternehmen im TecDax stammen vom Neuen Markt: Adva, Aixtron, BB Biotech, Bechtle, Cancom, Carl Zeiss Meditec, Dialog, Drillisch, Evotec, Freenet, Kontron, LPKF Laser, Morphosys, Nemetschek, Pfeiffer Vacuum, PSI, Qiagen, QSC und United Internet. Anleger, die nicht gerade im Februar 2000 eingestiegen sind, haben längst ihren Schnitt gemacht. United Internet ist mit 5,5 Milliarden Euro Börsenwert doppelt so teuer wie am Top des 2000er-Booms – und mehr als 40 Mal so wertvoll wie nach dem folgenden Absturz. Ohne die Börse, sagen viele Vorstände, wären ihre Unternehmen nie groß geworden. Selbst Intershop lebt noch, mit 500 Beschäftigten, immerhin.

Börsengänge

Doch seit der Neue Markt 2003 dichtgemacht wurde, herrscht Ebbe bei Technologieaktien. An die Börse wagen sich hierzulande nicht junge Gründer, sondern Heuschrecken, mit Old Economy und Wohnungen. „Der Deutsche tickt eben so“, sagt Tim Albrecht, Fondsmanager bei DWS. Selbst Profis wie den Lebensversicherern mangele es an Verständnis für Aktien. In einer Serie wird die WirtschaftsWoche deshalb beleuchten, wie junge Unternehmen an Kapital kommen könnten – und Deutschland wieder zu mehr Börsengängen.

Die wichtigste Rolle spielen dabei Anleger, die Aktien kaufen – nicht, weil sie der Volkswirtschaft einen Dienst erweisen wollen, sondern um zu verdienen. In der ersten Folge checken wir deshalb 20 junge – mangels Nachschub zugegeben nicht mehr ganz junge – Technologieunternehmen. Die Analysen sind keine Aktientipps, sie benennen Chancen und Risiken und sollen zeigen, was passieren muss, damit die Kurse fliegen.

Wer in kleinen Werten anlegt, sollte Regeln beachten:

Regeln für Investitionen in kleine Werte

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