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Währungskrise Türkische Lira gerät erneut unter Druck

Nach positiven Signalen zu Wochenbeginn verkaufen Anleger am Freitag wieder türkische Aktien und die Währung des Landes.

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Die türkische Währung war zuletzt massiv unter Druck geraten. Quelle: Reuters

Frankfurt Nach der Kursrally zu Wochenbeginn machen einige Türkei-Anleger erneut Kasse und verkaufen die Währung des Landes. Dies verteuerte den Dollar und den Euro am Freitag um jeweils bis zu 2,3 Prozent auf 4,6296 beziehungsweise 5,4132 Lira. Türkische Aktien flogen ebenfalls aus den Depots. Der Leitindex der Istanbuler Börse verlor gegen den europäischen Trend 1,4 Prozent. Der Ausverkauf am Anleihemarkt trieb die Rendite der zehnjährigen Bonds auf 14,23 von 13,85 Prozent.

Ihre Aufmerksamkeit richteten Anleger auf die am Montag anstehenden Inflationsdaten. Von Reuters befragte Analysten rechnen für Mai mit einer Teuerungsrate von 1,45 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dies könnte den Spekulationen auf eine baldige erneute Zinserhöhung neue Nahrung geben.

Vergangene Woche hatte die türkische Notenbank den Schlüsselzins um drei Prozentpunkte auf 16,5 Prozent angehoben, um den Fall des Lira-Kurses von einem Rekordtief zum nächsten zu stoppen. Am Wochenende signalisierte sie darüber hinaus die Rückkehr zu einer konventionelleren Geldpolitik. Demnach soll sich die Zentralbank nur noch auf einen einzigen Zinssatz stützen statt wie zuletzt auf ein kompliziertes System mehrerer Zinsen.

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