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Wall Street An den US-Börsen herrscht wieder Kauflaune – Oracle-Aktie steigt um mehr als 17 Prozent

Studiendaten von Moderna zu einem mRNA-basierten Grippeimpfstoff kamen bei den Anlegern schlecht an. Auch die Biontech-Aktie rutschte deswegen ab.

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Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe. Quelle: Reuters

Trotz einer so hohen US-Inflation wie seit fast 40 Jahren nicht mehr haben sich Anleger an der Wall Street am Freitag mit Aktien eingedeckt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,5 Prozent auf 35.917 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 zog 0,6 Prozent auf 4699 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 15.632 Punkte.

Mit einer Inflationsrate von 6,8 Prozent im November sind die USA meilenweit über das Ziel der US-Notenbank von 2,0 Prozent hinausgeschossen. „Die Börsen steigen aber, weil die Zahlen ziemlich den Erwartungen entsprachen und nicht wie befürchtet dramatisch übertroffen wurden“, sagte Thomas Hayes, geschäftsführendes Mitglied beim Vermögensverwalter Great Hill Capital in New York. Die Anleger hätten die Tatsache, dass die US-Notenbank Fed das Tempo bei der Drosselung der Anleihekäufe beschleunigen werde, „ziemlich gut akzeptiert.“

Studiendaten von Moderna zu einem mRNA-basierten Grippeimpfstoff kamen bei den Anlegern schlecht an. Die Aktien rutschen um mehr als elf Prozent ab. Die ersten Ergebnisse deuteten offenbar darauf hin, dass der Impfstoff nicht wirksam genug sei, um sich im Vergleich zu den bereits zugelassenen Grippeimpfstoffen einen Vorteil zu verschaffen. Dies gelte insbesondere bei älteren Menschen. In dem Zusammenhang verloren auch die Biontech-Papiere rund acht Prozent.

Mit einem Kursplus von mehr als siebzehn Prozent steuerte Oracle hingegen auf seinen besten Börsentag seit anderthalb Jahren zu. Der Unternehmenssoftware-Hersteller hob seine Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal an, weil Unternehmen mehr Geld für Technologieausgaben in die Hand nehmen. Zudem kündigte der Softwarehersteller eine Erhöhung seines Aktienrückkaufprogramms um 10 Milliarden Dollar an.

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    Blick auf weitere Einzelwerte

    Beyond Meat: Einem Bericht von der Wirtschaftsnachrichten-Agentur Bloomberg zufolge hat die Restaurantkette Taco Bell ihre Pläne aufgegeben, die pflanzliche Version von Carne Asada von Beyond Meat zu testen. Die Aktie gab 2,8 Prozent nach.

    C3Ai: Die Aktien des Softwareunternehmens für künstliche Intelligenz klettern um sieben Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte vom US-Verteidigungsministerium einen 500-Millionen-Dollar-Vertrag für seine KI-Produktreihe erhalten hatte.

    American Outdoor Brands: Der Hersteller von Outdoor-Produkten meldete einen bereinigten Quartalsgewinn von 58 Cents pro Aktie, der deutlich unter der Konsensschätzung von 76 Cents lag. Auch der Umsatz blieb hinter den Prognosen der Analysten zurück. Die Aktien von American Outdoor fielen um 13 Prozent.

    Peloton: Die Aktien des Fitnessgeräteherstellers verloren zwei Prozent, nachdem die Credit Suisse die Aktie von „outperform“ auf „neutral“ herabgestuft hatte. Die Analysten wiesen auf eine Reihe von möglichen Belastungen für den Aktienkurs hin, darunter die Rückkehr zum Out-of-Home-Fitness und eine Verschiebung der Verbraucherausgaben.

    AMC Entertainment: Die Aktien des Kinobetreibers fielen um 7,2 Prozent. Vorstandschef Adam Aron hatte nach SEC-Daten 312.500 Aktien verkauft, Finanzchef Sean Goodman 18.000 Papiere. Aron hatte bereits im November angedeutet, dass er im Rahmen seiner Nachlassplanung bald mit dem Verkauf von Aktien beginnen würde.

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