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Wall Street Größter Börsengang des Jahres in den USA

Der südkoreanische Onlinehändler Coupang konnte an der New Yorker Wall Street ein erfolgreiches Börsendebut feiern. Quelle: AP

Der Südkoreanische Onlinehändler Coupang ist bei seinem US-Börsendebut 109 Milliarden Dollar wert. Damit ist es der in diesem Jahr bisher größte Börsengang in den USA. Was hinter dem Unternehmen steckt.

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Erfolgreiches Börsendebut für den südkoreanischen Onlinehändler Coupang in New York: Der Eröffnungskurs an der Wall Street lag am Donnerstag mit 61,50 Dollar mehr als 81 Prozent über dem Ausgabepreis. Damit wurde Coupang mit 109 Milliarden Dollar bewertet und nahm der Dating-App Bumble mühelos den Titel des größten Börsengangs des Jahres in den USA ab. Bei einer Finanzierungsrunde 2018 war der Marktwert von Coupang noch mit neun Milliarden Dollar veranschlagt worden.

Die Stimmung für Börsengänge ist in den USA aktuell so gut wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Investoren stehen vor allem Schlange bei Technologieunternehmen, die von der Corona-Pandemie profitieren. Das 2010 vom koreanisch-amerikanischen Milliardär Bom Suk Kim gegründete Coupang sammelt mit dem Börsengang rund 4,6 Milliarden Dollar ein. Von dem erfolgreichen Debüt profitiert auch der japanische Technologieinvestor Softbank, der rund 35 Prozent an Coupang hält. Softbank hatte bereits als größter Anteilseigner die Neuemission des Berliner Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 Anfang Februar begleitet.

Coupang mit Sitz in Seoul profitiert vom Bestell-Boom in der Corona-Krise. Einen Namen hat sich Coupang als eines der ersten Unternehmen gemacht, dass Lieferungen noch am Tag der Bestellung oder am darauffolgenden Tag angeboten hat. Firmenchef Kim will sich zunächst weiter auf den Erfolg im eigenen Land konzentrieren: „Wir fokussieren uns auf unseren Heimatmarkt.“ Coupang werde 50.000 neue Jobs schaffen, aber auch in Infrastruktur und Technologie investieren. Bereits jetzt kommt der Onlinehändler in Südkorea laut Euromonitor auf einen Marktanteil von fast 20 Prozent.

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Im vergangenen Jahr verdoppelte die Firma, die ähnlich wie Amazon alles von Spielzeug, Essen über Elektronik im Angebot hat und mit Coupang Eats auch einen Essenslieferdienst betreibt, ihren Umsatz nahezu auf elf Milliarden Dollar. Coupang Eats konkurriert mit Woowa, dem kürzlich vom Berliner Dax-Konzern Delivery Hero übernommenen südkoreanischen Essenslieferdienst. Der Verlust von Coupang schrumpfte 2020 um 26 Prozent auf rund 568 Millionen Dollar.

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