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Wall Street Nasdaq auf Rekordjagd – Anleger verkaufen dafür Reisewerte

Auf die Stimmung an der Wall Street drückten insbesondere die steigenden Coronazahlen in Europa. Anleger befürchten Auswirkungen auf die Lieferkette.

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Die Anleger rechnen damit, dass die Fed die Zinsen bald erhöht. Quelle: Reuters

Die US-Börsen sind am Freitag uneinheitlich in den Handel gegangen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging 0,3 Prozent fester mit 16.036 Punkten in den Handel – das war ein Rekordhoch. Investoren griffen zu Aktien, die weniger konjunkturabhängig sind. Auf der Verkaufsliste standen dagegen Papiere von Banken oder Fluggesellschaften. Das lastete auf den Kursen an der Wall Street: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,6 Prozent schwächer bei 35.660 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent nach auf 4698 Zähler.

Das US-Repräsentantenhaus berät derzeit über ein Investitionsprogramm von US-Präsident Joe Biden, das auf soziale Absicherung und den Kampf gegen den Klimawandel abzielt. Das Paket hat ein Volumen von 1,75 Billionen Dollar.

Auf die Stimmung drückten insbesondere die steigenden Coronazahlen in Europa. „Es gibt einiges an Pandemie-Risiko“, sagte Tom Mantione, Experte bei UBS Private Wealth Management. „Ich glaube nicht, dass die USA in die gleiche Richtung gehen wie Österreich. Aber wenn Deutschland einen umfänglichen Lockdown beschließt, hätte das wohl wieder einmal Auswirkungen auf die Lieferkette.“ Zugleich machten sich Marktteilnehmer Sorgen, dass die US-Notenbank verstärkt gegen die steigende Inflation vorgehen könnte.

Aufwärts ging es für die Aktien von Amazon, die 1,3 Prozent zulegten - der Online-Händler gilt als Pandemiegewinner. Auch die Titel der Google-Mutter Alphabet waren gefragt. Die Aktien des Chip-Herstellers Nvidia profitierten von den Quartalszahlen.

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    Auf der Verkaufsliste standen dagegen Reisewerte: Die Papiere der Fluggesellschaften Delta Air Lines, United Airlines und American Airlines verloren bis zu 4,3 Prozent, die Aktien der Kreuzfahrtanbieter Carniveal und Norwegian Cruise Line gaben bis zu 4,7 Prozent nach.

    Blick auf weitere Einzelwerte

    Foot Locker: Die Aktien rutschten 13,4 Prozent ab. Der Sportschuh- und Bekleidungshändler rechnet im laufenden Quartal mit anhaltenden Engpässen in der globalen Lieferkette. Da half auch nicht das positive Ergebnisses im vergangenen Quartal, in dem der Umsatz höher war als die meisten Analysten erwartet hatten.

    Applied Materials: Das Unternehmen blieb mit einem bereinigten Quartalsgewinn von 1,94 Dollar pro Aktie einen Penny hinter den Schätzungen zurück. Auch der Umsatz des Halbleiterausrüsters lag unter den Erwartungen, Applied Materials gab auch einen schwächer als erwarteten Ausblick für das laufende Quartal angesichts von Lieferengpässen bei bestimmten Bauteilen, Die Aktie fiel um vier Prozent.

    Williams-Sonoma: Das Unternehmen meldete einen bereinigten Quartalsgewinn von 3,32 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 3,14 Dollar. Der Haushaltswarenhändler verzeichnete einen unerwartet hohen Umsatz und hob seine Prognose für das Gesamtjahr an, wobei er auf einen starken Anstieg im E-Commerce und die Stärke seiner Marken hinwies. Allerdings gab es unerwartet hohe Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten. Deswegen gab die Aktie 2,6 Prozent nach.

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