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Wall Street US-Börsen eröffnen freundlich – Tesla muss für rassistische Bemerkungen dreistelligen Millionenbetrag zahlen

Bei den Unternehmen stand Facebook im Rampenlicht. Die Enthüllungen über fragwürdige Geschäftspraktiken dürften den regulatorischen Druck erhöhen.

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Händler Peter Tuchman arbeitet auf dem Parkett der New Yorker Börse. Quelle: dpa

Anleger nutzen den jüngsten Kursrutsch der Technologiewerte zum Wiedereinstieg in den Sektor. Damit gaben sie der US-Börse am Dienstag insgesamt Auftrieb. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 legten zur Eröffnung jeweils etwa 0,2 Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq gewann 0,5 Prozent.

Die wichtigsten Börsenindizes erlitten noch am gestrigen Montag Schiffbruch. Aufgrund steigender US-Anleiherenditen brachen die Tech-Schwergewichte Apple, Alphabet, Amazon und Microsoft jeweils mehr als zwei Prozent ein und zogen den Nasdaq-Composite-Index um 2,1 Prozent nach unten. Der Standardwerteindex Dow Jones Industrial Average verlor mehr als 300 Punkte oder 0,9 Prozent, während der breiter gefasste S&P 500 1,3 Prozent nachgab.

Die Argumente für die Verkäufe zum Wochenauftakt seien nicht sehr überzeugend gewesen, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA. Daher werteten Investoren den Rücksetzer als Chance. Allerdings wollten sie sich derzeit nicht längerfristig engagieren. Daher müsse jederzeit mit raschen Umschichtungen aus Sektoren, die überbewertet erschienen, in Branchen, die als unterbewertet betrachtet würden, gerechnet werden.

Bei den Unternehmen stand erneut Facebook im Rampenlicht. Der stundenlange Ausfall der Dienste Facebook, Instagram und WhatsApp schürte Kritik an der Vorherrschaft des Online-Netzwerks. „Zudem dürften die Enthüllungen über fragwürdige Geschäftspraktiken den regulatorischen Druck erhöhen und die Reputation weiter schädigen“, warnte DZ Bank-Analyst Ingo Wermann.

Eine frühere Facebook-Managerin sollte am Dienstag dazu im US-Kongress angehört werden. Die Aktien des Konzerns gewannen ein knappes Prozent, nachdem sie am Montag um knapp fünf Prozent gefallen waren.

Blick auf Einzelwerte

Lordstown Motors: Der Hersteller von Elektro-Lkw wurde von der US-Bank Morgan Stanley von „Neutral“ auf „Untergewichten“ herabgestuft . Die Aktie gab 9,5 Prozent nach.

Aditxt: Die Übernahme eines Anbieters von Medikamenten zur Behandlung von Covid-Patienten beschert dem Unternehmen einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des Biotechunternehmens steigen an der Wall Street um 30 Prozent auf 2,04 Dollar. Zum Kaufpreis für AiPharma machte Aditxt zunächst keine Angaben.

PepsiCo: Der Snack- und Getränkeriese übertraf die Schätzungen der Analysten um sechs Cent mit einem Quartalsgewinn von 1,79 Dollar pro Aktie. PepsiCo hat auch seine jährliche Umsatzprognose angehoben, da die Lockerung der Pandemiebeschränkungen den Umsatz in Restaurants und Kinos ankurbelt. Die Aktie stieg um 0,4 Prozent.

Tesla: Das Unternehmen muss dem ehemaligen Arbeiter Owen Diaz etwa 137 Millionen Dollar zahlen. Grund ist ein feindseliges Arbeitsumfeld, das anhaltende rassistische Bemerkungen beinhaltete. Dieses Urteil wurde von einem Bundesgericht in San Francisco gefällt. Die Jury billigte dem Angeklagten mehr Geld zu, als die Anwälte für ihren Mandanten verlangt hatten. Die Aktie legte aber 1,1 Prozent zu,

Southwest Airlines: Die Airline gab eine Covid-19-Impfflicht für ihre Mitarbeiter bekannt. Die haben dafür bis zum 8. Dezember Zeit. Mitarbeiter können allerdings aus religiöse oder medizinischen Gründen eine Ausnahme beantragen. Die Aktie gab 0,6 Prozent nach.

Johnson & Johnson: Der Pharmakonzern hat bei der Food and Drug Administration (FDA) einen Antrag auf Zulassung einer Notfall-Auffrischimpfung mit seinem Covid-19-Impfstoff gestellt. Die FDA hatte bereits für kommende Woche eine Überprüfung der Booster-Daten sowohl für Johnson&Johnson als auch für Moderna durch ein Expertengremium angesetzt. Die Aktie stieg um 0,4 Prozent.

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