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Wechselkurs Eurokurs sinkt unter Marke von 1,10 US-Dollar

Konjunktursorgen sorgen für stärkere Nachfrage nach dem Dollar, im Gegenzug gerät der Euro etwas unter Druck. Im Fokus der Anleger steht der Volkskongress in China.

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In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Quelle: dpa

Der Kurs des Euro ist am Freitag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0922 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend bei 1,0950 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich höher auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben Konjunktursorgen Währungen gestützt, die am Devisenmarkt als vergleichsweise sicher gelten. So konnte der japanische Yen am Morgen zulegen. Japans Notenbank hatte zudem neue Hilfen für eher kleinere Unternehmen des Landes auf den Weg gebracht. Auch der US-Dollar wurde stärker nachgefragt, während der Euro im Gegenzug etwas unter Druck geriet.

Die Anleger haben den Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in China im Blick. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten gab die Führung in Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vor. Regierungschef Li Keqiang verwies auf die „großen Unsicherheiten“ hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. China sehe sich Faktoren gegenüber, „die schwer vorherzusagen sind“.

Zu den Verlierern am Devisenmarkt zählte außerdem der australische Dollar. Australiens Wirtschaft ist in hohem Maß abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in China, einem der wichtigsten Handelspartner des Landes. Außerdem hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für die Bonitätsbewertung des Landes auf „negativ“ gesetzt. Damit ist in den kommenden Monaten eine Abstufung der Kreditbewertung möglich.

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