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Wirtschaftsbuch mal anders Die Finanzkrise in Grafiken

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NOCH ein Buch zur Krise?

Europas Baustellen
Arbeitslose stehen vor einem Jobcenter in Madrid Schlange Quelle: dpa
Seit dem 01.01.2014 sind die letzten Jobschranken für Rumänen und Bulgaren gefallen. Quelle: dpa
Die Flagge der Europäischen Union weht im Wind. Quelle: dpa
Verhandlungsführer des Transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommens (TTIP) Ignacio Bercero und Dan Mullane. Quelle: REUTERS
Die große Euro-Skulptur steht in Frankfurt am Main vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa
Hetze gegen die EUIm Europa-Parlament machen Antieuropäer wie Marie Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National in Frankreich und Rechtspopulist Geert Wilders von der niederländischen Freiheitspartei PVV Stimmung gegen das sogenannte "Monster Brüssel". Als Bündnispartner ziehen sie gemeinsam in die Europawahl, um ihre Rolle zu stärken. Was derzeit noch eine Randerscheinung ist, könnte mit ihrer europafeindlichen Rhetorik bis Mai 2014 aber schon viele Wähler aus der bürgerlichen Mitte auf ihre Seite gebracht haben, so das Ergebnis einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Centre for European Studies. Die Wirtschafts- und Euro-Krise mache es ihnen leicht, den Hass auf die EU zu schüren. Quelle: AP
Mitglieder des Europäischen Parlaments während einer Sitzung in Straßburg (Frankreich).i Quelle: dpa

Daniel Stelter hat dazu ein Buch verfasst, dass sich aus zwei Gründen deutlich abhebt von der Flut der Krisenliteratur:

  • es konzentriert sich ganz auf Fakten, verzichtet ganz auf Meinung
  • es ist, trotz Komplexität des Themas, sehr einfach zu lesen und verstehen
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    Denn Stelter wendet einen Trick an: Statt seitenlanger Texte oder gar komplexer volkswirtschaftlicher Formeln, platziert der ehemalige BCG-Vordenker auf jeder Seite seines Buches eine große Infografik oder ein Chart.

    In drei einfachen Sätzen erklärt er, was auf dem Bild zu sehen ist, warum das ein Problem ist und was es uns angeht. 77 solche Schaubilder mit Kurztexten enthält das Buch, WirtschaftsWoche Online hat zehn davon ausgesucht. Die Grafiken sollen zum „Selberdenken und Mitreden" animieren (Stelter), denn die darin enthaltenen Zahlen und Fakten sprechen für sich; Stelter bringe sie nur noch in den richtigen Zusammenhang.

    Es gibt auch Lösungen

    Nach der Lektüre des kleinen Büchleins weiß man vielleicht noch immer nicht, wem man bei der Europawahl seine Stimme geben soll, aber immerhin kann man zweierlei erkennen und entlarven:

    • Die Vertreter scheinbar einfacher Lösungen
    • Politiker und andere Interessengruppen, die uns weismachen wollen, die Krise sei vorbei oder zumindest beherrschbar

    Hans Werner Sinn, Deutschlands wohl bekanntester und einflussreichster Wirtschaftsprofessor, sagt dazu: „Besser und einfacher kann man die Probleme nicht deutlich machen.“

    Börse



    Doch Stelter wäre kein Topberater, wenn er in der Problembeschreibung verharrte. Er zeigt durchaus Lösungsansätze auf. Die gibt es nämlich; der Autor gehört nicht in die breite Phalanx der puren Angstmacher und Verunsicherer.  

    Nur eines verspricht er nicht: Dass die Lösungen einfach oder gar billig sind.

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