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WiWo-Favoriten im Check So liefen unsere Anlage-Empfehlungen

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Abwarten bei Absturzkandidaten

Das Gegenbeispiel war und ist Bilfinger. Die Enttäuschung, dass der Baudienstleister voll von den Folgen der Energiewende erwischt wurde, hat die Kurse stürzen lassen. Bevor hier nicht Klarheit über die weitere Strategie herrscht, sollten Anleger nicht vorgreifen. Die Bilanz sieht zwar im Augenblick noch gut aus und man könnte versucht sein, den Kurs auf der Höhe des Eigenkapitals abzufischen, also etwa bei 45 Euro. Allerdings, sollte es im Zuge der Konzernbereinigung zu neuen Abschreibungen kommen, ginge das auf Kosten des Eigenkapitals. Pessimisten fühlen sich sogar an ThyssenKrupp erinnert, als die Aktie mit dem schrumpfenden Eigenkapital auf Talfahrt ging.

Die besten und schwächsten Fondsempfehlungen 2014

Neue Chance für Edelmetalle?

Ein großes Thema waren 2014 Goldminen – und das werden sie auch 2015 weiter sein. Favoriten wie Eldorado, Royal Gold oder Franco-Nevada sind gerade nach den Kursrückgängen der vergangenen Monate wieder auf einem interessanten Niveau angelangt. Wer richtig zocken will, kann dazu übrigens auch Zertifikate einsetzen. Hier gab es vorübergehend 2014 hohe Gewinne, die aber nur durch geschicktes Timing gehalten werden konnten. Im Silber ging das schief, 2015 läuft aber eine neue Wette.

Die besten und schwächsten Zertifikate-Empfehlungen 2014

 

179 Prozent mit Fiat –  und Ferrari

Die höchsten Gewinne brachten im vergangenen Jahr Long-Zertifikate auf Fiat ein: In der Spitze 179,8 Prozent. Der Hintergrund  war eine eklatante Unterbewertung der Aktie, die bei 80 Milliarden Euro Jahresumsatz an der Börse keine zehn Milliarden Euro mehr wert war. Zum Vergleich: BMW bringt es bei ähnlicher Umsatzgröße fast auf 60 Milliarden Euro Börsenwert. Da verwundert es nicht, dass Fiat-Großaktionär Elkann-Agnelli gern auch ein bisschen mehr Quandt wäre – mit anderen Worten: ein paar Milliarden Euro reicher durch eine angemessene Fiat-Entwicklung. Und genau deshalb hat Großaktionär Elkann dem Fiat-Matador Marchionne auch einen Freibrief für maximale Wertmaximierung gegeben. Prominentes Opfer war Ferrari-Chef Montezemolo. Dennoch: Als Ergebnis dieser italienischen Börsen-Oper bleibt die Chance auf weitere Kursgewinne bei Fiat. Wem übrigens Hebelzertifikate zu heiß sind, kann sich auch ganz einfach an Fiat-Aktien direkt beteiligen – und wahrscheinlich auch bald sogar an Ferrari. Immerhin sollen diese Red-Chips im neuen Jahr an die Börse.     

Zwischendurch immer wieder auf Nummer sicher gehen…

Gute Gewinne schafften bei den Zertifikate-Empfehlungen der WirtschaftsWoche (siehe Chartgalerie) immer wieder Put- und Short-Papiere. Zum einen auf Dax und Euro Stoxx, zum anderen auf den Euro als Währung. Das dürfte auch im neuen Jahr so bleiben. Die Unsicherheit an den Aktienmärkten wird zwischenzeitlich immer wieder zu Turbulenzen führen, vor allem bei Überhitzungen bieten sich Absicherungen mit Put- und Short-Zertifikaten an. Wichtig dabei: Wenn es kracht, müssen die Papiere auch wirklich versilbert werden.

Börse



Eine Spezialsituation bleibt der Euro. Angesichts weiterer Lockerungen der EZB dürfte er zumindest in den ersten Monaten des Jahres weiter zu Schwäche tendieren. Short-Spekulationen auf den Euro laufen weiter, können sogar bei Gegenreaktionen immer wieder neu gestartet werden. Es wäre verwunderlich, wenn der Euro 2015 nicht unter 1,20 Dollar rutscht.

…und Russisch Roulette nur für Zocker

Zur heißesten Spekulation indessen könnten russische Aktien werden. Nach dem tiefen Fall gibt es immer wieder Versuche einer Erholung. Doch für echte Gewinne ist dazu auch eine Stabilisierung der russischen Wirtschaft notwendig, die derzeit noch nicht in Sicht ist. Wer breit spekulieren will, kann sich an den Fonds Parvest Equity Russia wagen. Gefragt ist dabei aber bestes Timing – und eisenharte Nerven.

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