Zerschlagung wird diskutiert Royal Bank of Scotland könnte aufgespalten werden

Das Parlament in Großbritannien erwägt Insiderinformationen zu Folge eine Zerschlagung der Royal Bank of Scotland. Hierbei würden toxische Papiere und Kredite in eine "Bad Bank" ausgelagert.

Die Aktie der RBS

Die teilverstaatlichte britische Großbank RBS wird Insidern zufolge womöglich zerschlagen. Eine Aufspaltung sei eine der Optionen, die in einem Bericht der zuständigen Parlamentskommission genannt würden, sagten mit der Situation vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Allerdings werde der Ausschuss diese Möglichkeit voraussichtlich nicht ausdrücklich empfehlen, ebenso wenig wie andere Optionen. Der Abschlussbericht der Abgeordneten, die sich mit der Zukunft der Finanzbranche auf der Insel beschäftigen, wird noch im Juni erwartet.

Die Rückkehr der Boni-Banker
Goldregen bei der Deutsche Bank
An der Wallstreet wurden die Boni 2011 noch geringer - wie auch die Anzahl der Banker selbst. 2011 brachten die Mitarbeiter der großen US-Banken im Schnitt 363.000 Dollar nach Hause - Boni inklusive. Doch schon 2012 gab es wieder mehr Geld: um bis zu zehn Prozent stiegen die Boni an. Einige Fachrichtungen mussten sich allerdings mit stagnierenden Boni zufriedengeben oder bekamen eine geringere leistungsbezogene Bezahlung als im Jahr zuvor. Um ihre Geldreserven zu schonen, zahlten einige Finanzhäuser die Boni nur mit Verzögerung aus. Für 2013 rechnen Experten mit einem Zuwachs von fünf bis 15 Prozent. Quelle: dpa
Die Deutsche Bank hatte im August 2012 neue Boni-Regeln erlassen. Wie die "Financial Times" berichtete, kann das Institut Mitarbeitern Zuschläge streitig machen, die diese zuvor bei anderen Arbeitgebern erworben haben. Die Deutsche Bank könne konkret Aktien zurückfordern, die noch nicht unwiderruflich an Mitarbeiter überschrieben seien und die diese zuvor im Tausch gegen Anteile ihrer früheren Arbeitgeber erhalten haben. Auch gab es für die Angestellten im vergangenen Jahr 15 bis 20 Prozent weniger Bonuszahlungen. Quelle: dpa
Noch 2010 war bei der deutschen Bank von Gürtel enger schnallen nichts zu spüren. Trotz schlechtem 4. Quartal 2010 wurde Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum bestbezahlten Manager im deutschen Aktienindex gekürt. Seinen Investmentbankern zahlte er trotz Gewinneinbruchs 5,5 Milliarden Euro Boni aus. Verglichen mit dem, was die Vorstände der US-Banken verdienen, ist aber selbst Ackermanns Bonus von rund 9 Millionen Euro ein Klacks. Quelle: dpa
Der Chef der Bank of America, Brian Moynihan, verdiente im Jahr 2011 mit 8,1 Millionen Dollar nur geringfügig weniger als Ackermann im Jahr 2010. Quelle: dapd
James Gorman, CEO von Morgan Stanley, verdiente ganze 13 Millionen Dollar. Quelle: dapd
Die Citigroup hat die Bonuszahlungen für ihre Investmentbanker wegen sinkender Einnahmen um bis zu 20 Prozent gesenkt. Allerdings gibt es regionale Boni-Unterschiede: Banker in den USA bekommen zehn Prozent weniger, die Kollegen in Asien und Euro rund 20 Prozent weniger. Ex-Citigroup-Chef Vikram Pandit, der im Oktober 2012 von Michael Corbat abgelöst wurde, bekam im Jahr 2011 inklusive Boni noch auf ein Jahressalär von 14,9 Millionen Dollar. Quelle: dapd


Einige Parlamentarier gelten als Befürworter einer Aufspaltung, bei der die toxischen Wertpapiere und Kredite in eine sogenannte "Bad Bank" ausgelagert werden. Die restliche Bank könnte dann leichter frisches Kapital aufnehmen und wieder mehr Kredite ausreichen.

Großbritannien musste in der Finanzkrise mehrere Geldhäuser auffangen, darunter auch die Royal Bank of Scotland (RBS). Die Regierung hatte 2008 mehr als 45 Milliarden Pfund in das Institut gepumpt. Jetzt gehören dem Staat über 80 Prozent der Anteile.

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