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Zertifikate Die zehn Top-Unternehmenszertifikate

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Mit Bonuszertifikaten Rückschläge abfedern


Lufthansa Check-In Quelle: dapd

Drohen Rückschläge, werden Longzertifikate zu riskant. Beispiel Fresenius: Mit den Sparten Nierenwäsche, Kliniken und Infusionslösungen deckt der Gesundheitskonzern den Bedarf der älter werdenden Bevölkerung. Das stützt das langfristige Wachstum und die grundlegende Aufwärtsbewegung der Aktie. Kurzfristig sind aber Rückschläge möglich, etwa wegen » » der vergleichsweise hohen Bewertung der Aktie oder Änderungen in der Gesundheitspolitik, die zu schwankenden Erlösen im Dialysegeschäft führen können.

Abhilfe versprechen Bonuszertifikate. Diese Papiere funktionieren wie folgt: Fällt die Aktie nur so viel, dass sie oberhalb eines bestimmten Kursniveaus (Barriere) bleibt, gibt es zur Fälligkeit den Einsatz und eine gute Rendite zurück. Steigt die Aktie, zieht das Zertifikat mit. Rückschläge lassen sich abfedern, zugleich ist man in der Hausse dabei. Selbst Dividende gibt es, sie ist im Kurs mit eingerechnet.

Der Haken: „Bonuszertifikate mit kontinuierlichen Barrieren sehen wir kritisch, da bei starken Kursrückgängen der Aktie die Barriere des Zertifikats gerissen werden kann, das Versprechen auf die Rendite verloren geht und hohe Verluste entstehen“, warnt Michael Hinz, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung MPF aus Wuppertal. Diese Schwachstelle lässt sich zum Teil mit Bonus-Pro-Zertifikaten umgehen. Die Barriere, bei der die Bonuszahlung in Gefahr gerät, gilt hier nicht über die gesamte Laufzeit, sondern nur drei Monate vor Fälligkeit. Bei den in der Tabelle genannten Bonus-Pro-Zertifikaten bekommen Anleger, wenn die Barriere in den letzten drei Monaten unterschritten wird, pro Zertifikat eine Aktie zum dann aktuellen Kurs. So besteht auch nach Laufzeitende die Chance, Verluste via Aktie aufzuholen. Attraktiv ist diese Variante auch bei Daimler.

Discounts: Mit Rabatt kaufen

Discounts ermöglichen den Kauf einer Aktie mit Rabatt, dafür ist der Kursanstieg begrenzt. Profis schätzen das. „Wir setzen auf diese Papiere, um in seitwärts tendierenden oder leicht fallenden Aktienmärkten eine Rendite zu erzielen“, sagt Vermögensverwalter Pieper. Wie sie funktionieren, zeigt ein Discount auf die Münchener Rück, einem geeigneten Basiswert für diese Zertifikate. Die Münchner versprechen 2012 einen starken Gewinnanstieg; andererseits kann es nach großen Katastrophen zu heftigen Kurseinbrüchen kommen.

Derzeit kostet die Aktie 110 Euro. Einen Discount mit einjähriger Restlaufzeit gibt es für 93,70 Euro, also 15 Prozent billiger. Um diese 15 Prozent könnte die Aktie fallen, ohne dass der Zertifikatekäufer Verlust macht. Fällt sie tiefer, ist er etwa eins zu eins beim Verlust dabei. Nach oben ist bei einem Zertifikatekurs von 105 Euro der Deckel drauf, also nach zwölf Prozent plus. Um diesen Gewinn zu holen, genügt es, wenn die Aktie zur Fälligkeit des Zertifikats bei 105 Euro notiert. Discounts eignen sich für Aktien, die weder starke Kursaufschläge noch -abschläge erwarten lassen. Auch Henkel bietet sich hier an: Das Klebstoffgeschäft läuft zäh, der Spezialchemiker könnte aber von einer stabileren Konjunktur im zweiten Halbjahr profitieren.

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