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Zweite Börsenliga Warum Anleger den MDax nicht unterschätzen sollten

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Wenn's teuer wird, ist die entscheidende Frage, ob die hohen Bewertungen begründet sind, also ob entsprechende Erträge dahinterstecken.

"Die höheren Kurse und Bewertungen sind fundamental durchaus gerechtfertigt", sagt Schallmayer. Die Gewinnrevisionen seien im MDax stärker gestiegen als im Dax, Analysten rechneten mit Gewinnsteigerungen. Allein seit der Krise 2009 hätten die MDax-Unternehmen ihre Gewinne verdreifacht. "Das unterstreicht die Kursentwicklung", erklärt Schallmayer. Von einer Blase könne also nicht die Rede sein.

Top-Investoren in MDax, TecDax, SDax

Tatsächlich sind die Aussichten für den "german Mittelstand" im MDax durchaus gut. Wichtigster Treiber dürfte neben dem niedrigen Ölpreis der schwache Euro sein. Denn es sind vor allem die exportstarken Mittelständler, die im MDax vertreten sind. Viele von ihnen, wie Lackieranlagen-Spezialist Dürr oder Roboterbauer Kuka, bedienen wichtige Nischen und profitieren stark von der schwachen Gemeinschaftswährung.

Am einfachsten investieren Anleger mit speziellen Indexfonds (ETFs) in den MDax, diese bilden den Index nach und entwickeln sich entsprechend. Wer es etwas riskanter mag, kann auf einzelne Werte setzen.

Die Aktien des Flugzeugbauers stehen auf der Bestenliste des laufenden Jahres mit einem Plus von fast 50 Prozent mit Abstand an der Spitze. Die Aktie ist derzeit das Erfolgspapier im Index. Auch wenn der Riesenflieger A380 für den europäischen Flugzeughersteller nicht nur positive Nachrichten brachte, sprechen die Auftragsbücher des Konzerns insgesamt eine deutliche Sprache. Zuletzt konnte der Boing-Rivale den Umsatz um fünf Prozent auf 60,7 Milliarden Euro steigern, unter dem Strich wurden 2014 2,3 Milliarden Euro verdient, rund 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch für die Zukunft sieht die Airbus-Welt gut aus, zum Jahreswechsel hatte der Konzern Aufträge im Wert von 857 Milliarden Euro in seinen Büchern, deutlich mehr als im Vorjahr.

Die Aktionäre wurden zuletzt am Erfolg beteiligt, mit 1,20 Euro je Aktie schüttete Airbus rund 60 Prozent mehr aus als im Vorjahr. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der Analysten zum Kauf der Aktie rät, zumal das Papier mit einem KGV von gut 18 derzeit einen vertretbaren Preis hat.

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Viel gesprochen wird derzeit über die Papiere von Osram. Der Münchener Leuchtmittelhersteller denkt offenbar darüber nach, sich von seiner Glühbirnensparte zu trennen. Stattdessen könnte stärker in Spezialbereiche wie Autolampen oder LED-Halbleiter investiert werden. Anleger sind davon scheinbar überzeugt, als die Spekulationen am Mittwoch bekannt wurden, war die Nachfrage hoch, die Papiere legten um bis zu 6,6 Prozent zu.

Im laufenden Jahr legten die Papiere um rund 35 Prozent deutlich zu. Allerdings mussten Anleger zuvor Nerven beweisen, der Konzern steckt mitten in einem Umbau, die neue Strategie ist Teil davon. Auch Stellenstreichungen wurden bereits angekündigt. Anleger können von einem Neuanfang profitieren, je nach dem wie die neue Strategie ausfällt birgt das Investment allerdings mehr Risiken als das Airbus-Papier.

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