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Börsen auf Talfahrt Panik bei Anlegern lässt den Dax abstürzen

Schwache Konjunkturdaten aus den USA schüren neue Ängste bei den Anlegern. Alle wollen nur noch raus aus Aktien. Besonders heftig erwischte es deutsche Papiere. Der Dax stürzte in die Tiefe.

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Börsenhändler mussten den Quelle: dpa

Neue Hiobsbotschaften erreichen die weltweiten Börsen und lassen sie abstürzen. Der Dax, der bereits am Vormittag stark unter Druck stand, stürzte nach Eröffnung der US-Börsen ins Bodenlose: Gegen 16 Uhr lag der deutsche Leitindex fast sieben Prozent im Minus und fiel um 400 Punkte auf 5.535 Punkte. Kurz vor Handelsschluss konnte der Dax sich ein wenig erholen, lag aber mit minus 6,4 Prozent auf 5.568 Punkten immer noch massiv im negativen Bereich. Die zweite Reihe notierte ähnlich. Der MDax verlor am Nachmittag rund 5,4 Prozent auf 8.592 Punkte, der TecDax gab 4,5 Prozent auf 689 Zähler nach.

In den USA sah es kaum besser aus. Die großen amerikanischen Börsenindizes lagen im frühen Handel tief im Minus: Der Dow-Jones-Index stürzte zur Eröffnung um 500 Punkte ab und lag damit rund vier Prozent im Minus. Noch etwas schwächer notierten der S&P 500 und der Nasdaq-Index, die mehr als vier Prozent nachgaben.

Kaum Wirtschaftswachstum, hohe Inflation

Auslöser des Kurssturzes an der Wall Street waren enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan und den USA: Der japanische Export sank im Juli um 3,3 Prozent, in den USA fielen wichtige Indikatoren deutlich schlechter aus als erwartet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche um 9.000 auf 408.000 und damit stärker als erwartet. Schlimmer noch: Trotz der spürbaren Verlangsamung der US-Wirtschaft zieht die Inflation weiter an. Die Verbraucherpreise zogen im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent an, Experten hatten lediglich einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.

Zudem fiel der Philly-Fed-Index im August auf den tiefsten Stand seit März 2009. Mit einem Minus von 30,7 Punkten lag der Indikator deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Im Vormonat waren die Daten mit einem plus von 3,2 Zählern noch besser ausgefallen. Ein Wert über null signalisiert, dass die Produktion gewachsen ist. Der Philly-Fed-Index umfasst die Fabriken im Osten Pennsylvanias, im Süden von New Jersey und in Delaware. Er gilt als einer der wichtigsten Früh-Indikatoren für die US-Produktion.

Damit bewahrheiteten sich die Befürchtungen der europäischen Anleger, die bereits am Vormittag aus Sorge vor einem Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession Aktien verkauft hatten. Zu Beginn der Woche hatte es bereits aus der Euro-Zone enttäuschende Wachstumsdaten gegeben, seither ist die Konjunkturangst noch einmal spürbar gestiegen.

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