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Boni-Banker Managergehälter vor gesetzlicher Regulierung

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Aber damit ist die Empörung über die Boni-Banker noch nicht geschwunden – im Gegenteil: Die inzwischen verstaatlichten US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac wollen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge rund 210 Millionen Dollar ausschütten. 7600 Beschäftigte sollen einen Bonus erhalten, ein Viertel der Summe sei bereits geflossen. Zwischen 60 und 80 Prozent der Mitarbeiter sollen die Boni als Halteprämien erhalten, damit sie das Unternehmen nicht verlassen. Nachdem die beiden Finanzierer, die hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den USA stehen,  2008 Verluste in Höhe von 108 Milliarden Dollar eingefahren hatten, hat der Staat dort die Kontrolle übernommen und beide Konzerne mit Milliarden aus der Staatskasse vor dem Untergang bewahrt.

Auch in Europa reagieren die Regierungen: Frankreich hat angekündigt, Bonuszahlungen in Unternehmen, die staatliche Hilfen erhalten, bis Ende 2010 einzuschränken oder bei gleichzeitig massiven Jobabbau sogar zu verbieten. Auf Druck der Öffentlichkeit und der Regierung haben inzwischen unter anderem Manager der Großbank Société Générale und des Energiekonzern GDF Suez auf zugesagte Aktienoptionen in Millionenhöhe verzichtet.

Sozialer Frieden gestört

In Großbritannien hatten die geplanten Milliarden-Boni für Manager der Royal Bank of Scotland (RBS). Die Bank hatte 2008 einen Rekordverlust von 27 Milliarden Euro erlitten und musste vom Staat gerettet werden. RBS-Verwaltungsratschef Philip Hampton versprach, das Bezahlungssystem für Manager zu überprüfen.

Auch in Deutschland, bei der Deutschen Bank, verzichten Vorstände auf die Bonuszahlungen für das Jahr 2008. Angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Verursacher der Finanzkrise kann es nicht verwundern, dass Bank-Chef Ackermann den sozialen Frieden bedroht sieht. „Meine Sorge ist, dass wir in vielen Ländern soziale Spannungen bekommen könnten. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt gemeinsam Lösungen finden, die uns aus der Krise führen. Wir sitzen in einem Boot.“

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