Dämmung von Gebäuden Bundesregierung belastet Vermieter

Das Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß von Wohnimmobilien bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, erfordert von Immobilienbesitzern erhebliche Investitionen.

Das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt hat für die WirtschaftsWoche anhand von zwei Musterbeispielen errechnet, wie teuer eine energieeffiziente Gebäudesanierung kommt.

So kostet ein Dämmpaket für ein Mustereinfamilienhaus 80.412 Euro. Unter der Annahmen, dass die Energiepreise in den kommenden 25 Jahren um drei Prozent pro Jahr steigen, rechnen sich laut WirtschaftsWoche die Investitionen. Der Eigentümer erziele dann über 25 Jahre lang einen Überschuss von 18.896 Euro.

Deutlich schwieriger wird es dagegen laut WirtschaftsWoche für Vermieter, ihre Investitionen wieder hereinzuholen. Für ein Mustermehrfamilienhaus mit 24 Parteien müsste der Vermieter insgesamt 289.949 Euro investieren.

Um seine energiebedingten Kosten von 117.277 Euro hereinzuholen, müsste er die Kaltmiete von 4,70 auf 5,27 Euro pro Quadratmeter erhöhen. Schafft er dies nicht und setzt er etwa nur 5,15 Euro je Quadrat durch, laufen über 25 Jahre lang 23.118 Euro an Verlusten auf.

Nach einer Studie der Investitionsbank Berlin (IBB) vernichten Eigentümer mit einer Komplettsanierung von Mietshäusern in der Bundeshauptstadt im schlimmsten Fall jährlich 2,7 Prozent ihres investierten Kapitals, so die WirtschaftsWoche.

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