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Engelmanns Eigenhandel

Schwellenländer auf der Überholspur

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Die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft sind längst nicht mehr die Vereinigten Staaten von Amerika oder Europa. Was in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung unter dem Begriff "pursuit of happiness" für die Einwohner der Vereinigten Staaten verbindlich verankert ist, nämlich das Recht eines jeden Menschen - und damit einer jeden Nation - nach Glück streben zu dürfen, nehmen die Länder der "Emerging Markets" nun für sich in Anspruch. Und wer wollte es ihnen verdenken? Dass viele Industriestaaten unter dem Druck solcher Konkurrenz leiden, ihre Bewohner dabei aber den Erfolg der "Emerging Markets" sogar noch befeuern, indem sie deren im internationalen Wettbewerb extrem günstigen, mittlerweile aber technologisch ausgereiften Produkte massenweise kaufen, ist Folge eines offenen Welthandels und des technologischen Fortschritts.

Ausblick für Industriestaaten gesenkt

In ihrer jüngsten Studie zur weltweiten ökonomischen Entwicklung in den Jahren 2011und 2012 haben die Volkswirte unseres Hauses auch vor diesem Hintergrund ihren Wachstumsausblick für zahlreiche hochentwickelte Volkswirtschaften nach unten revidiert. Zu diesen zählen die Vereinigten Staaten, die Euro-Zone, Großbritannien, die Schweiz, Schweden, Australien, Dänemark und Kanada. Zwar sind die Citigroup Analysten weit davon entfernt, die Zukunft dieser Staaten in den düsteren Farben zu malen, derer sich professionelle Weltuntergangspropheten so gerne bedienen. Nichtsdestotrotz konstatieren sie, dass die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der genannten Industriestaaten zwar nicht als desaströs, dafür aber durchaus als gedämpft bezeichnet werden muss.  

Wo bleibt der Wandel?

 Insbesondere die Vereinigten Staaten und die Euro-Zone stehen vor großen Herausforderungen. So lässt in Amerika der von Präsident Obama so mannigfaltig beschworene "change" weiter auf sich warten. Vorbei der Taumel des Wahlkampfs, vorbei die Euphorie, die das Land nach der Vereidigung des Hoffnungsträgers aus Chicago erfasst hatte. Statt dass sich Dinge verändern, will es mittlerweile eher so scheinen, als bliebe in Amerika alles beim Alten. Zwar mehrt sich in Washington insbesondere mit Blick auf die Haushaltspolitik der Widerstand gegen eine immer weiter ausufernde Staatsverschuldung - es besteht aber kaum ein Zweifel, dass die Erhöhung der staatlichen Schuldenobergrenze rechtzeitig vor Eintritt der Zahlungsunfähigkeit beschlossen werden wird. Von radikalen Sparmassnahmen, wie sie einige in finanzielle Schwierigkeiten geratene Länder der Euro-Zone dieser Tage beschließen, um ihre Haushalte wieder in den Griff zu bekommen, keine Spur.  

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