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Expertenkolumne Privates Surfen als Kündigungsgrund

Das private Surfen im Internet während der Arbeitszeit beschäftigt immer mehr Arbeitsgerichte. Grund: Wer im Job zu viel Zeit zu privaten Zwecken im Netz verbringt, riskiert die Kündigung von seinem Arbeitgeber.

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Michael Bürger

Entstanden ist ein Katalog kündigungsrelevanter Kriterien, der zumindest eine erste Orientierung für die Einschätzung im Einzelfall bietet:

Mit der privaten Nutzung des Internets am Arbeitsplatz - so sehen es die Arbeitsrichter - verletzt der Arbeitnehmer seine Arbeitspflicht, weil er während des Surfens im Internet seine arbeitsvertraglich geschuldete und bezahlte Arbeitsleistung nicht erbringt.

Wird ein Arbeitnehmer ertappt, kann es für ihn noch schwieriger werden, wenn der Arbeitgeber beispielsweise durch eine mit dem Betriebsrat vereinbarte Regelung (Betriebsvereinbarung) das private Surfen verboten hat.

Damit der Arbeitgeber jedoch kündigen kann, muss das Herunterladen einer erheblichen Datenmenge aus dem Internet auf den Arbeitsrechner oder -server festgestellt werden. Es wird dabei auch das besondere Risiko berücksichtigt, dass mit dem Herunterladen Viren auf die Firmensystem gelangen oder andere Störungen auftreten können.

Der für den Kündigungsschutz zuständige Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts bezieht in seine Überlegungen auch die Möglichkeit eines Imageschadens für das betroffene Unternehmen ein.

Das Rückverfolgen der Seitenaufrufe durch den Portalbetreiber kann sich als für den Arbeitgeber rufschädigend auswirken, wenn gewaltverherrlichende oder pornographische Seiten angeklickt wurden.

Inhalt
  • Privates Surfen als Kündigungsgrund
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