Gburek Geld-Geklimper

Zwischen Inflation und Deflation

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Glückliche Anleger

Einhundert Dollar Note Quelle: REUTERS

Protestierende Griechen, bei den Chinesen um Geld bettelnde Italiener sowie mit den Bemühungen um den Erhalt ihrer gemeinsamen Währung überforderte Politiker und Notenbanker des Euro-Raums, wie soll das alles enden?  Anleger, die sich diese Frage stellen, haben im Gegensatz zu Politikern und Notenbankern den großen Vorteil, dass sie - jedenfalls solange Staaten ihnen die Kapitalfreiheit gewähren – ihr Geld opportunistisch dort investieren können, wo es die höchste Rendite verspricht. Mögen Euro und Dollar also noch so sehr in Turbulenzen geraten, haben Anleger immer noch die Wahl zwischen Schweizer Franken, norwegischer Krone, kanadischem oder australischem Dollar und in einigen Jahren chinesischem Yuan.

Solange die führenden Währungen Dollar und Euro weiter so wackeln wie bisher, wird neben den gerade erwähnten Währungen auch Gold – und mit ihm Silber – eine Anlage wert sein. Doch nach dem Preissprung über 1920 Dollar sei dem Edelmetall eine Pause gegönnt, während der sein Preis auch schon mal etwas heftiger nach unten ausschlagen kann. Daraus dürften sich wieder Kaufgelegenheiten ergeben. Warum, ist aus aktueller Sicht am besten so zu beantworten: Die Fed-Entscheidung, die langfristigen Nominalzinsen durch den Twist nochmals zu drücken, treibt die Realzinsen, also die um die Inflationsrate bereinigten Nominalzinsen, nachhaltig ins Minus. Folglich werden Anleger, vor die Wahl zwischen negativen Realzinsen in Dollar und null Zinsen für Gold gestellt, im Zweifel die zweite Alternative bevorzugen.

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