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Gbureks Geld-Geklimper

Eine Lanze für den Euro

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Ein Euro auf einer Quelle: REUTERS

Die Fed wird bei dieser Konstellation natürlich ihrer bisherigen Devise treu bleiben und den Geldhahn weiter offen lassen. Das kann sie, anders als die Multikulti-EZB, weil sie die Möglichkeit hat, Staatsschulden der USA in beliebiger Höhe aufzukaufen. Die Folge: Der Dollar verliert an Wert. Oder von einer anderen Warte aus betrachtet: Die durch die Fed inszenierte Dollar-Abwertung führt dazu, dass die USA den Staatsbankrott vermeiden. Der Dollar-Wertverlust lässt sich übrigens schon anhand der echten US-Inflationsrate nachweisen, die aus den Shadow Government Statistics hervorgeht: aktuell rund 11 Prozent und damit weit über die offiziell vom Bureau of Labor Statistics bekannt gegebene Inflationsrate von etwa 3 Prozent hinaus.

Was machen die Euro-Länder anders als die USA? Sie haben die EZB, die unter anderem als Drehscheibe für Transfers von reichen Gläubigerländern zu armen Schuldnerländern fungiert. Das kann nicht ohne Friktionen vonstatten gehen, zumal hier auch die EU und der Internationale Währungsfonds mitmischen, indem sie ihre Hilfe an Auflagen knüpfen. Das äußere Erscheinungsbild dieser Gemengelage besteht zurzeit aus wilden Streiks in einigen Schuldnerländern einerseits und aus deren Vorwürfen gegen den Hauptgläubiger Deutschland andererseits. Die Friktionen eröffnen den Euro-Gegnern, einigen Hedgefondsmanagern und ihren Freunden bei den Medien viele Möglichkeiten, den Euro schlecht zu machen und gegen ihn zu spekulieren. Insofern kann man es durchaus als dessen Stärke interpretieren, wenn er gegenüber dem Dollar kurzfristig nicht weiter an Wert verliert.

Am Ende werden die Schulden weginflationiert

Obwohl der Schuldentransfer in Europa sich von dem in den USA unterscheidet, was den Ablauf betrifft, gibt es doch eine große Gemeinsamkeit: Im Zweifel wird der Widerstand der Schuldner gegen allzu strenge Auflagen der Gläubiger und ihrer Helfer hüben wie drüben so groß sein, dass die Kräfte, die sich für eine nachhaltige Entschuldung einsetzen, am Ende klein beigeben werden. Die wichtigste Folge: höhere Inflationsraten.

Der zuletzt wieder gestiegene Goldpreis, und zwar in Dollar wie in Euro, ist dafür ein untrüglicher Indikator. Bis auf Weiteres wird sich, abgesehen von zwischenzeitlichen Schwankungen, im Trend nichts daran ändern. Über den denkbaren Zeitpunkt einer abschließenden Wende zu spekulieren, erscheint in Anbetracht der aufgehäuften riesigen Schuldenberge verfrüht. Von diesen wird man sich, ebenfalls hüben wie drüben, mit der seit Jahrhunderten üblichen Methode trennen. Sie heißt: Schulden weginflationieren.

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