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Gbureks Geld-Geklimper

Konsequenzen aus der Schuldenkrise

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Für die Euro-Länder ist die Quelle: dpa

Zuverlässige Indikatoren für Anleihen und damit für das Marktzinsniveau sind die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen und speziell in Deutschland zusätzlich der Bund Future, ein Terminkontrakt auf entsprechende Bundesanleihen. Klammern wir die exorbitanten Renditesprünge der europäischen Schuldensünder aus, lässt sich feststellen, dass das deutsche Marktzinsniveau, repräsentiert durch die zehnjährige Rendite, sich auf niedrigem Niveau auspendelt, aber noch nicht wieder das Tief von Ende August 2010 erreicht hat. Ein Fazit daraus: Bundes- und andere Anleihen mit mehr als zwei Jahren Restlaufzeit meiden, stattdessen Tagesgeld bei verschiedenen Instituten bevorzugen und hierbei – trotz zusätzlicher privater Sicherungssysteme - am besten die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person als Obergrenze einhalten.

Der Goldpreis bleibt im Aufwärtskanal

Wer das Euro/Dollar-Verhältnis verfolgt, stellt fest, dass es sich zuletzt nur geringfügig verändert hat. Böswillig könnte man daraus schließen, dass zwei – aus unterschiedlichen Gründen - angeschlagene Währungen miteinander verkoppelt sind. Warum angeschlagen, liegt auf der Hand: Die Preise anderer Währungen, wie Schweizer Franken oder Norwegenkrone, aber auch die Preise der meisten Rohstoffe, außerdem die der Edelmetalle, sind in der Phase des fast stagnierenden Euro/Dollar-Verhältnisses in Euro wie auch in Dollar kräftig gestiegen.

Gold als Anti-Euro

Viel spricht dafür, dass die entsprechenden Trends weiter anhalten werden, weil die Schuldenkrise ja nicht von hier auf jetzt aus der Welt geschafft werden kann, sondern bis zu ihrer Bewältigung noch Jahre vergehen werden. Trends, das bedeutet nicht, dass die Preise schnurgerade nach oben gehen, sondern in einer Art Aufwärtskanal. Gilt das auch für den Goldpreis, der sich seit seinem Ausgangspunkt bei 260 Dollar im Frühjahr 2001 zwischenzeitlich versechsfacht hat? Im Prinzip ja. Dazu eine einfache Überlegung: Gold galt jahrzehntelang als Anti-Dollar, jetzt gilt es zusätzlich als Anti-Euro; und solange beide Währungen von der Schuldenkrise betroffen, also marode sind, übernimmt Gold die Funktion als sicherer Hafen. Übrigens haben die Chinesen daraus schon ihre Konsequenzen gezogen: China ist inzwischen nicht nur der größte Goldförderer, sondern auch der größte Goldkäufer der Welt.

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