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Gbureks Geld-Geklimper

Neues Szenario für Gold, Silber und Aktien

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Die Szenarien von 1980/82 sind mit der aktuellen Entwicklung nicht zu vergleichen. Denn heute haben wir es weder mit zweistelligen Zinsen noch mit einem Kampf gegen die Inflation zu tun; und die Erwartungen der Marktteilnehmer gehen anders als 1982 (nachdem die Inflation besiegt war) nicht in Richtung fallender, sondern steigender Zinsen. Das macht – neben der Ölkrise – die Aktienkurse anfällig. Sie befinden sich gerade in einem Zwischenstadium. Ihre weitere Entwicklung hängt nun nicht mehr so sehr von der Konjunkturerwartungen ab, wie sie sich im ZEW-Index oder im ifo-Geschäftsklima-Index widerspiegeln, sondern von den Kosten. Deren Anstieg durch hohe Preise für Rohstoffe, speziell Öl, und durch Lohnerhöhungen lässt sich nur noch bedingt mittels Rationalisierung und Verlagerung der Produktion in Schwellenländer kompensieren.

Gemischtes Fazit

Manfred Gburek

Das Fazit aus den hier angestellten Überlegungen fällt genauso gemischt aus, wie das Szenario sich darstellt: Unter Anleihen sind bestenfalls Kurzläufer mit AAA-Rating als Liquiditätsersatz haltenswert. Edelmetalle in physischer Form (Münzen und Barren) kann man in Erwartung eines nochmaligen späteren Preissprungs getrost weiter halten. Die Entscheidung über die viel stärker schwankenden Gold- und Silberaktien fällt da schon schwerer. Wer viele hat, trennt sich im Zweifel von einem Teil und behält den anderen. Bei den gängigen Aktien, wie sie im Dax, Dow Jones, Nikkei usw. enthalten sind, wird es zu weiteren Ausleseprozessen kommen, wobei Kosten (s.o.), Zinsen, Währungsverhältnisse und speziell der China-Faktor eine wichtige Rolle spielen werden. Auch hier gilt: Wer viele hat, verkauft einen Teil, um Liquidität für Käufe nach erfolgten Turbulenzen vorzuhalten.

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