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2013 könnte schlechtestes Jahr werden Goldman Sachs senkt Goldpreisprognose

Der Goldpreis ist seit Januar um knapp ein Viertel zurückgegangen: 2013 könnte das schwächste Jahr seit mehr als 30 Jahren werden. Goldman-Sachs bereitet seine Anleger darauf vor, dass das Risiko für weitere Verluste steigen könnte.

Die Goldpreisprognosen der ängstlichen Analysten
Goldbarren Quelle: dpa
Goldman SachsDer Goldpreis wird im kommenden Jahr wahrscheinlich um mindestens 15 Prozent sinken. Zu dieser Einschätzung kommen die Analysten von Goldman Sachs in einer Studie. Sie sehen trotz eines beschleunigten US-Wirtschaftswachstums erhöhte Abwärtsrisiken für Rohstoffe. Die Preise für Gold, Kupfer und Sojabohnen werden demnach auf das niedrigste Niveau seit 2010 sinken. Die Goldman-Sachs-Analysten gehen beim Goldpreis von einem Rückgang bis Ende nächsten Jahres auf 1050 Dollar je Unze aus. Stand: 22. November 2013 Quelle: REUTERS
Die Schweizer Bank UBS prognostiziert im Jahresdurchschnitt für 2013 einen Goldpreis von 1396 Dollar je Unze. 2014 soll dann ein Durchschnittspreis von 1435 Dollar je Unze erreicht werden. Damit nahm die Bank ihre Prognose für das laufende Jahr um neun und für das kommende Jahr um zehn Prozent zurück. Stand: 25. Juni 2013 Quelle: REUTERS
Morgan StanleyFür 2013 geht die US-Bank nun von 1409 Dollar je Unze aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Für 2014 rechnen sie mit 1313 Dollar je Unze, zuvor waren es 1563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück. Stand 25. Juni 2013 Quelle: dapd
HSBCDie größte Bank der Welt senkte ihre Prognose für den Goldpreis auf einen Jahresdurchschnitt von 1396 Dollar je Unze in 2013 und 1435 Dollar für 2014. Damit senkte sie ihre alten Prognosen um neun bzw. zehn Prozent. Stand: 25. Juni 2013 Quelle: REUTERS
RBC Capital   Prognose am 1. Januar: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 1. Januar: 1675 Dollar / Unze) Prognose am 11. April: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 11. April: 1561 Dollar / Unze) Prognose am 28. Mai: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 28. Mai: 1383 Dollar / Unze)   Alle Prognosen beziehen sich auf den erwarteten Goldpreis im vierten Quartal 2013. Quelle: Bloomberg; Stand: 28. Mai Quelle: REUTERS
Danske Bank Quelle: PR

Die US-Großbank hat ihre Goldpreisprognosen bis 2014 reduziert - die Bank stellt sich auf weitere Verluste beim Goldpreis im Zuge einer Rückführung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed ein, wie Bloomberg berichtet. Der Goldpreis wurde zum Jahresende von 1435 auf 1300 Dollar herabgesetzt. Bis Ende 2014 soll die Feinunze noch weiter sinken, nämlich von 1270 auf 1050 Euro. Derzeit werde am Markt eine frühere Rückführung der so genannten quantitativen Lockerung erwartet, wie es in der Begründung der Goldman-Strategen Damien Courvalin und Jeffrey Currie hieß.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Die Aufwertung des Dollar hat dem Gold zusätzlich zugesetzt zugesetzt. Das Edelmetall verbilligte sich um ein Prozent auf 1283,31 Dollar je Feinunze. Anleger warfen auch börsennotierte Gold-Fonds (ETFs) aus ihren Depots. Die Bestände des weltgrößten ETF SPDR Gold fielen am Freitag um 0,5 Prozent auf 989,94 Tonnen. Das ist der niedrigste Stand seit vier Jahren. Sollte Gold die Marke von 1300 Dollar nicht bald zurückerobern können, trübe sich das charttechnische Bild weiter ein, schrieben die Analysten der Credit Suisse. Dann müsse mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.

Seit Anfang Januar ist der Goldpreis um knapp ein Viertel zurückgegangen. Damit steuert das Edelmetall auf das schwärzeste Jahr seit 1981 zu. Von Goldman heißt es dazu: "Die jüngsten Bewegungen des Goldpreises haben die Risiken für weitere Verluste erhöht." Mittelfristig sei wegen einer Konjunkturerholung in den USA und einer weniger unterstützenden Geldpolitik mit einem weiteren Goldpreisverfall zu rechnen.

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