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Agrarrohstoffe Wie Anleger vom Weizenpreis profitieren

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Lohnenswerte Aktien

Kursverlauf der Exxon-Aktie

So treibt die Dürre in den USA nicht nur die Preise für Agrarrohstoffe, sondern auch die Aktien des Energiekonzerns Exxon. Allerdings spielt der Weizen- oder Maispreis keine Rolle bei der positiven Entwicklung des Papieres: Wegen der Dürre ist die wasserintensive Erdgasförderung in den USA ins Stocken geraten, weshalb Exxon als größter Erdgasproduzent Amerikas von den gestiegenen Preisen für Gas profitiert. Auch die Aktien des bayerischen Agrar- und Handelskonzern BayWa sind derzeit einen Blick wert: "Die Nachfrage nach Getreide steigt weiter und in der Folge auch die Preise für Agrarrohstoffe", sagt BayWa-Vorstandschef Klaus Peter Lutz. Da der Getreidehandel immer internationaler werde, müsse auch die BayWa Schritt halten, indem sie zukaufe. Die Aktie des Unternehmens ist seit Juni von gut 26 Euro auf 31,67 Euro gestiegen. Daran dürfte allerdings auch die Übernahme des neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers nicht ganz unschuldig sein. Weil zudem die Nachfrage nach Solarmodulen groß war und die Bauern weiter munter Landmaschinen kauften, kletterte bei BayWa das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 91,1 Millionen Euro. Für 2012 kündigte der Vorstandschef einen Zuwachs beim Ergebnis an. "Wir glauben, dass wir ein gutes Agrarjahr haben werden", ist sich Lutz sicher.

Kursverlauf der Baywa-Aktie

Auch dem Düngemittelhersteller K+S aus dem hessischen Kassel kommt die Dürreperiode zupass. Wegen der steigenden Preise können die Bauern in den nicht betroffenen Regionen ihr Getreide deutlich teurer verkaufen und sind dementsprechend bestrebt, mehr Getreide anzubauen. "Für die Landwirte und die Düngemittelbranche sind das gute Aussichten", sagt Analyst Heinz Müller von der DZ Bank. Hier kommen Unternehmen wie der amerikanische Weltmarktführer in Sachen Düngemittel Potash oder eben K+S ins Spiel. Da K+S kaum über Farmen in den USA verfügt, sondern überwiegend Landwirte in Brasilien und Europa beliefert, sind die Verkaufszahlen des Unternehmens nicht gefährdet. Ganz im Gegenteil: Der Dax-Konzern fuhr im zweiten Quartal deutlich mehr Gewinn ein, die Aktie hat Rückenwind. Müller hält weiter steigende Düngemittelpreise durchaus für möglich. Allerdings beließ K+S die Jahresprognose unangetastet bei Umsätzen zwischen 3,9 und 4,2 Milliarden Euro sowie bei einem Betriebsgewinn von 820 bis 900 Millionen Euro - nach 906,2 Millionen Euro im Jahr 2011. Das schlecht laufende Salzgeschäft lasse keine größeren Sprünge zu.

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