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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp: Fiat - Franken mit Ferrari

Sebastian Vettel wird nächstes Jahr in der Formel 1 für Ferrari starten. Einen besonderen Schub gibt das dem Autokonzern Fiat: Je eher die roten Renner wieder vorne mitfahren, desto mehr steigt der Wert der Marke Ferrari – und die gehört zu 90 Prozent zu Fiat. Bei 2,6 Milliarden Euro Jahresumsatz kann es Ferrari, deren Aktien eigenständig an die Börse sollen, gut und gern auf fünf Milliarden Euro Marktwert bringen.

Dass Fiat unter seinem umtriebigen Chef Sergio Marchionne mit dem Kapitalmarkt umgehen kann, zeigt der jüngste Börsengang des fusionierten Autoriesen Fiat Chrysler (FCA) in New York. FCA ist damit präsent auf dem wachstumsstarken amerikanischen Automarkt und erschließt sich neue, finanzkräftige Investoren. Mit Produktionsstätten in Europa und den USA, mit Sitz in den Niederlanden (das sichert Großaktionär John Elkann Mehrfachstimmrechte) und mit steuersparender Finanzverwaltung in London ist FCA für das weltweite Autogeschäft gut gerüstet.

Die Gewinner und Verlierer am Aktienmarkt
GewinnerBorussia Dortmund: 22 Prozent Der einzige börsennotierte Fußballklub Deutschlands ist nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch wirtschaftlich. Im Juni ist die Aktie in den SDax aufgerückt, nicht zuletzt, weil sich der Börsenwert in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt hat. Quelle: dpa
RWE: 23 ProzentDie Aktie des deutschen Energieversorgers ist wieder im kommen, von dem starken Abwärtstrend um 60 Prozent zwischen Anfang 2010 und September 2013 ist fast nichts mehr zu spüren. Warum? Das Investment ist durch eine günstige Bewertung und eine gute Dividendenrendite wieder attraktiv. Allerdings ist es unklar, ob das auf Dauer so bleiben wird. Quelle: dpa
Fielmann: 25 ProzentDas Unternehmen ist der Marktführer im Bereich "Augenoptik": 578 Niederlassungen gab es 2012 in Deutschland und einen Absatzmarktanteil von 51 Prozent. Auch in Zukunft sieht es nicht schlecht für den Brillenhersteller aus - es werden nämlich immer mehr Brillen und Kontaktlinsen gebraucht. Das Geschäftsmodell ist sicher, die Dividendenrendite stark - alles gute Zeichen für Fielmann. Lediglich die Online-Versandhändler könnte die gute Bilanz vermiesen. Quelle: dpa
Xing: 27 Prozent Das Unternehmen ist seit 2006 an der Börse und seit September 2011 im TecDax notiert - es gibt nicht viele soziale Medien, die am deutschen Aktienmarkt gehandelt werden. Das Netzwerk für berufliche Kontakte hat eine relativ gute Bewertung. Quelle: dpa
Hornbach: 28 ProzentEs wird vermutet, dass die Baumarktkette ihren Geschäftsblick für das laufende Jahr noch anheben wird. Denn das Unternehmen ist gut unterwegs: Alleine im ersten Quartal 2014 konnte der Umsatz um 16 Prozent auf eine Milliarde Euro gesteigert werden. Quelle: dpa
Sixt: 32 ProzentMieten ist attraktiver als kaufen - davon profitiert das Unternehmen. Außerdem gibt es zwei weitere Punkte, warum Sixt so erfolgreich ist: Das internationale Geschäft wird wichtiger und der Limousinenservice "my Driver" soll das Wachstum antreiben. Quelle: dpa
Kuka: 33 ProzentIndustrietaugliche Roboter bescheren dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber den Wettbewerber. Die hohe Bewertung wird auch durch Gerüchte um den Einstieg eines anderen Unternehmens angeheizt. Quelle: dpa

Nachdem im dritten Quartal vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) 2,1 Milliarden Euro geblieben sind, sollte das Ebitda von FCA im Gesamtjahr rund acht Milliarden erreichen. Daran gemessen wären die Nettoschulden (11,4 Milliarden Euro) verträglich. Allerdings, dass die Eigenkapitalquote im FCA-Gesamtkonzern (inklusive aller Finanzpositionen) nur bei elf Prozent liegt, zeigt, wie sehr Fiat jeden frischen Euro gebrauchen kann. Standard & Poor’s bewertet das Unternehmen mit BB- als spekulatives Investment. Immerhin, für Anleger sind deshalb ansehnliche Renditen möglich. Besonders interessant ist eine bis 2017 laufende, in Schweizer Franken notierende Fiat-Anleihe (gesamter Nennwert: 450 Millionen Franken), die derzeit mehr als drei Prozent Jahresrendite abwirft. Handelbar ist das Papier an deutschen Börsen ab einer Stückelung von 5000 Franken (4144 Euro).

Schweizer Franken sind derzeit eine interessante Anlage. Offiziell ist die Schweizerische Nationalbank (SNB) angetreten, den Franken nicht zu stark werden zu lassen und den Euro über 1,20 Franken zu halten. Derzeit notiert der Euro bei 1,2065 Franken (ein Franken ist gleich 0,8288 Euro). Ob die SNB diese Grenze auch bei weiteren, expansiven Maßnahmen der Europäischen Zentralbank verteidigen kann, ist fraglich. Für Euro-Anleger, die in Franken investieren, heißt das: Ihr Geld dürfte zumindest seinen Wert behalten. Und sollte die 1,20er-Grenze doch fallen, kämen Währungsgewinne obendrauf.

Anleihetipp: EDP
Kurs (%)102,60
Kupon (%)4,00
Rendite (%)3,10
Laufzeit bis22. November 2017
WährungSchweizer Franken (CHF)
ISINCH0225173308
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