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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp: Spar Österreich - Handel mit Substanz

Vom kleinen Laden an der Ecke bis zum Supermarktcenter auf mehreren Etagen: Mit 2923 Filialen, rund 2,4 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche und 77 000 Mitarbeitern ist die österreichische Spar-Gruppe einer der größten Konsumkonzerne Europas. Während der deutsche Einzelhandelskonzern Spar 2005 vom Konkurrenten Edeka geschluckt wurde, ist die österreichische Spar auf Wachstumskurs. 2014, im Jahr des 60-jährigen Bestehens, dürfte sie erstmals mehr als 13 Milliarden Euro Geschäftsvolumen erzielen.

Spar Österreich hat auch Anleihen im Angebot, die mit zwei Prozent Jahresrendite bei überschaubarer Laufzeit (bis 2017) eine vielversprechende Depotergänzung sind. Beim Kauf möglichst ein Limit legen, da die Papiere mit 200 Millionen Nennwert zu den kleineren Unternehmensbonds gehören.

Im Mittelpunkt des Sortiments von Spar stehen Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs. Angeschlossen sind dazu die größte Fleisch- und Wurstproduktion Österreichs sowie eine eigene Herstellung von Wein, Kaffee und Spirituosen. Die Tochtergesellschaft Hervis ist die größte Sportfachartikelkette in Österreich, Ableger SES vermarktet 26 Shoppingcenter in Mittel- und Osteuropa.

Kurs104,00%
Kupon3,50%
Rendite 2,03%
Laufzeit bis 21. September 2017
WährungEuro
ISIN AT0000A0W6B3

Das Geschäftsvolumen von Spar wächst derzeit etwa mit einer Jahresrate von drei Prozent, legt also etwas stärker zu als die Branche. Die operative Marge lag im ersten Halbjahr bei 5,3 Prozent vom Gesamtumsatz. Zum Vergleich: Der Handelskonzern Metro kommt derzeit auf 4,4 Prozent. Für das Gesamtjahr ergäbe das an die 700 Millionen Euro operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisation.

Daran gemessen machen die Finanzschulden, die in der Dachgesellschaft Spar Holding derzeit rund 1,5 Milliarden betragen dürften, etwas mehr als das Doppelte aus. Das ist verträglich. Zudem stehen 1,58 Milliarden Euro Eigenkapital in den Büchern, 29 Prozent der Bilanzsumme. Substanzieller Aktivposten sind Sachanlagen, also Filialen und Liegenschaften der Spar-Gruppe. Sie könnten angesichts stabiler Immobilienmärkte sogar mehr wert sein als die drei Milliarden Euro Anschaffungskosten, zu denen sie in der Bilanz stehen.

Spar Österreich, 1954 entstanden, ist eine Handelsorganisation selbstständiger Kaufleute. Motor des Unternehmens war der Einzelhandelspionier Hans F. Reisch. 1970 wurde Spar Österreich in eine AG umgewandelt, deren Anteile heute bei den Gründern liegen, mehr als 100 Einzelpersonen.

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