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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp: ThyssenKrupp - Handfester Zinsvorteil

Die Anzeichen, dass der Industriekonzern ThyssenKrupp nach sechs Jahren schwerer Krise die Wende schafft, werden immer handfester. Die weltweite Stahlnachfrage erholt sich zwar nur langsam, doch günstige Preise für Koks und Eisenerz verbilligen die Stahlherstellung. Die größten Kunden von Thyssen, die Autokonzerne, produzieren auf Rekordniveau. Die für Thyssen wichtigen Branchen Bau und Maschinenbau legen leicht zu und könnten – nach positiven Konjunkturprognosen – 2015 mehr als zwei Prozent Wachstum schaffen.

ThyssenKrupp in Zahlen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis September 2014) hatte ThyssenKrupp vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) 2,3 Milliarden Euro verdient, plus 88 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr verspricht Konzernchef Heinrich Hiesinger einen weiteren Gewinnzuwachs. Nach dem guten ersten Quartal (Umsatz plus elf Prozent) sollten 2015/16 mindesten 2,5 Milliarden Euro Ebitda möglich sein. Gemessen an den Nettoschulden von 4,2 Milliarden Euro, wäre das nur noch das 1,7-Fache. Das ist ein Zeichen für die finanzielle Entspannung bei Thyssen und hat dazu beigetragen, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s ihren Ausblick für Thyssen im Dezember von negativ auf stabil angehoben hat.

Kurs (%) 99,52/99,51
Kupon (%) 1,75/2,50
Rendite (%) 1,84/2,56
Laufzeit bis 25.11.2020/25.2.2025
Währung Euro
ISIN DE000A14J5(79/87)

Dennoch, mit einem Rating von BB ist ThyssenKrupp noch immer ein spekulatives Investment. Der strategische Umbau hin zu mehr rentablem Industriegeschäft (Aufzüge, Anlagen) und weniger Stahl kommt zwar voran. Thyssen leidet aber weiter unter Kapitalknappheit. Das zeigt vor allem die mit acht Prozent sehr magere Eigenkapitalquote.

Umso wichtiger sind neben Kostensenkungen im operativen Geschäft auch Einsparungen bei der Finanzierung. Hier kommen Thyssen die niedrigen Zinsen zugute. Für zwei neue Anleihen im Nennwert von 1,35 Milliarden Euro muss Thyssen im Schnitt nur noch 2,1 Prozent Zinsen bezahlen. Bisher lag der Durchschnittszins aller Thyssen-Anleihen (fünf Papiere mit insgesamt 5,85 Milliarden Euro Nennwert) bei 4,7 Prozent.

Für Anleger sind die neuen Thyssen-Anleihen als spekulative Ergänzung geeignet. Immerhin bieten sie etwa zwei Prozentpunkte mehr als vergleichbare Bundesanleihen. Wer mit einer langen Niedrigzinsphase rechnet, für den kommen die Papiere mit zehnjähriger Laufzeit infrage; sie bringen 2,6 Prozent Jahresrendite. Wer mittelfristig mit einem Anstieg des Zinsniveaus rechnet, für den eignen sich eher die Papiere mit Fälligkeit 2020.

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