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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp: Vale - Dollar und Erz für harte Investoren

Anleihen des Rohstoffkonzerns Vale bieten derzeit 4,4 Prozent Rendite. Wer für ein international ausgerichtetes Anleihedepot ein Spezialinvestment sucht, bekommt mit dem brasilianischen Unternehmens-Bond, von dem ein Volumen von einer Milliarde Dollar ausgegeben wurde, einen guten Mix aus Rendite und Risiko. Die Anlagewährung Dollar ist durch die robuste US-Wirtschaft auf der einen und den schwachen Euro auf der anderen Seite interessant.

Mit 36 Milliarden Dollar Jahresumsatz ist Vale einer der größten Rohstoffkonzerne weltweit. Nummer eins ist der 1942 gegründete Bergbauriese beim Eisenerz. An die 340 Millionen Tonnen dürfte er in diesem Jahr fördern. Bis Ende des Jahrzehnts soll der Produktionsanlauf neuer Minen mehr als 450 Millionen Tonnen pro Jahr möglich machen. Zwei Drittel seiner operativen Gewinne macht Vale mit Erz. Wichtigster Abnehmer ist die weltweite Stahlindustrie, vor allem in Asien. Natürlich, sollte es in China zu einem schweren Abschwung kommen, hätte das für den Erzpreis und Vale negative Folgen. Bisher allerdings rechnet der Branchenverband Worldsteel 2015 mit einem Zuwachs des weltweiten Stahlbedarfs von zwei Prozent.

Anleihetipp: Vale
Kurs (%)101,36
Kupon (%)4,625
Rendite (%)4,39
Laufzeit bis15. September 2020
WährungDollar
ISINUS91911TAL70

Weitere Einnahmequellen für Vale ist das Geschäft mit den Industriemetallen Nickel und Kupfer. Vale überlegt, ein Drittel der Nickelsparte an die Börse zu bringen. Insgesamt könnte Vale in diesem Jahr durch Verkäufe von Beteiligungen bis zu zehn Milliarden Dollar in die Kasse bekommen. Vor Kurzem ging für 950 Millionen Dollar ein Teil des afrikanischen Kohlegeschäfts an den Mischkonzern Mitsui.

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    Operativ gelingt es Vale derzeit nicht, durch steigende Förderung die sinkenden Rohstoffpreise auszugleichen. Nach vorsichtiger Schätzung sind 2014 vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation wahrscheinlich nur zwölf Milliarden Dollar geblieben. Dazu schlug in der Nettorechnung die schwache Landeswährung Real noch mit mehr als drei Milliarden Dollar zu Buche.

    Finanziell ist Vale aber gut gerüstet. Die Nettoschulden sind seit 2013 um mehr als vier Milliarden Dollar gesunken und machen mit 21 Milliarden Dollar nur das 1,8-Fache des operativen Gewinns aus. In den Büchern stehen 64 Milliarden Dollar Eigenkapital, die Hälfte der Bilanzsumme. Moody’s vergibt die Note Baa2, das ist noch Investmentgrade. Der brasilianische Staat ist Großaktionär.

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