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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Die Marktaussichten für den Ingenieurdienstleister Bertrandt sind bestens und beim österreichischen Industriekonzern Andritz ist mit einer Jahresrendite von knapp 1,8 Prozent zu rechnen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Bertrandt

Aktientipp: Bertrandt - Voll in der Spur und mit Porsche-Option

Der Autoverband VDA erwartet, dass die Zahl der Neuwagenverkäufe weltweit 2015 um zwei Prozent steigt. Überproportional zulegen dürften dabei die Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Sie machen derzeit etwa fünf Prozent vom Umsatz der Autohersteller aus. 2020, so die US-Berater Frost & Sullivan, werde dieser Anteil bei sechs bis sieben Prozent liegen. Davon profitiert Ingenieurdienstleister Bertrandt aus Ehningen in Baden-Württemberg. Bertrandt entwickelt Antriebe, Elektronik, Karosserie und Fahrwerke für alle namhaften Autohersteller.

Die Marktaussichten sind gut. Autokonzerne bieten eine immer größere Zahl von Einzelmodellen an, die Zyklen für Neuwagen werden kürzer. Dazu kommen der Trend zu geringerem Verbrauch und niedrigeren Emissionen sowie der Ausbau der Elektromobilität. All dies erhöht den Bedarf an technisch speziellen Bauteilen, vom Lenkrad bis zur Motorelektronik, vom Navi bis zum Antriebsstrang. Hier kommt Entwickler Bertrandt ins Spiel, bei dem Hersteller Know-how einkaufen und zugleich ihre Kosten senken. Dass der Automarkt in Westeuropa derzeit generell wieder in Bewegung gekommen ist (Neuzulassungen im November: plus 1,4 Prozent), hilft Bertrandt zusätzlich.

Was Analysten für 2015 erwarten
Deutsche BankDie Anlagestrategen sind verhalten optimistisch, zumindest was den deutschen Aktienmarkt angeht. Ende 2015 sehen sie den Dax bei 11.500 Punkten. Während die USA mit einem prognostizierten Wachstum von 3,5 Prozent zur Lokomotive werden dürfte, rechnen die Analysten für Deutschland nur mit einem Plus von 0,8 Prozent. Zugewinne könnte es dank des schwachen Euro bei exportorientierten Industrien geben. Ende 2015 sieht die Deutsche Bank den Euro bei 1,15 Dollar. Anleihen werden dagegen nicht mehr so attraktiv sein. Die Renditen bleiben extrem niedrig, Chancen gibt es lediglich bei US-Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Auch Schwellenländeranleihen könnten für Risikofreudige interessant werden. Insbesondere Indien wird für die Deutsche Bank zur attraktiven Region. Quelle: REUTERS
Der Vermögensverwalter Allianz Global Investors ist ein Tochterunternehmen der Allianz. Quelle: imago
CommerzbankDie Commerzbank sieht den Dax Ende 2015 bei 10.800 Punkten, ist also nicht ganz so optimistisch wie die Deutsche Bank, was den Leitindex angeht. Einig sind sich beide aber, was mögliche Staatsanleihekäufe der EZB angeht. Mit einem sogenannten Quantitative Easing (QE) rechnen beide Institute in der ersten Jahreshälfte. Anschieben könnten den Dax steigende Unternehmensgewinne dank des schwächeren Euro. Das könnte auch Dividenden begünstigen. Die Bank rechnet für den Dax mit einer Dividendenrendite von knapp über drei Prozent. Besonders hohe Dividendenrenditen erwarten die Analysten bei Medienpapieren wie Freenet und RTL sowie Immobilienkonzernen wie DIC Asset oder TAG. Als negative Einflussfaktoren verweist die Commerzbank nicht nur auf die wahrscheinliche Zinserhöhung der Fed, sondern auch auf niedrigere Wachstumsraten in China. Quelle: dpa
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)Was den Dax betrifft ist die Landesbank etwas pessimistischer als die Großbanken. Relativ konservativ rechnet sie mit einer Spanne zwischen 8300 und 10.000 Punkten. Zwar erwarten die Analysten eine leichte Erholung der Weltwirtschaft, einen breiten Aufschwung sehen sie allerdings nicht. Lediglich hinsichtlich der USA scheinen sich alle einig zu sein, auch die Helaba erwartet ein Wachstumsplus von rund drei Prozent für die größte Volkswirtschaft. Für Deutschland erwartet die Landesbank ein Plus von 1,3 Prozent - mehr als die Deutsche Bank. Im Portfolio rät die Helaba zu einer leichten Anhebung der Aktienquote. Anleihen sollten dagegen zugunsten von Immobilien leicht reduziert werden. Quelle: dpa
Julius BärDie Schweizer Privatbank sieht die Devisenmärkte und Wechselkursentwicklungen ebenfalls im Fokus der Entwicklungen des nächsten Jahres. Auch die Schweizer sehen die USA als Wachstumsanführer, während die Euro-Zone mit einem Plus von nur 0,8 Prozent eher ein Bremsklotz ist. Die schwächelnde Nachfrage der Euro-Zone sei vor allem für die Schweiz ein Nachteil, heißt es. Für Investoren dagegen gelte es, Kurs zu halten, liquide zu bleiben und nach Wachstumsthemen Ausschau zu halten, so die Analysten. Mögliche Bereiche für Wachstumsthemen sind laut den Privatbankern E-Autos, digitale Technologien, Energieinfrastruktur und Bildung. Quelle: REUTERS
FidelityDie Fondsgesellschaft gibt sich optimistisch, auch für Deutschland. "Wenn die geopolitischen Risiken in den Hintergrund treten und die Notenbanken die Wirtschaft weiter unterstützen, hat Deutschland beste Voraussetzungen, um 2015 an den moderaten Aufwärtstrend anzuknüpfen", schreibt Fondsmanager Christian von Engelbrechten. Auch Fidelity sieht Impulse seitens des Euro für die exportorientierten Unternehmen. Eigentliche Stütze der Konjunktur sei aber der heimische Konsum - der Verbraucher, der konsumiert statt spart, treibt die Wirtschaft an. Durch die steigenden Gewinne sieht Fidelity auch am Aktienmarkt gute Chancen und rechnet mit einer Dividendenrendite von im Schnitt drei Prozent. Quelle: REUTERS
DZ BankAktuell sei das Gewinnwachstum der Dax-Unternehmen noch zu hoch geschätzt, sagen die Analysten der DZ Bank. Die Rahmenbedingungen für Aktien bleiben dennoch dank expansiven EZB-Maßnahmen und einem Mangel an Anlagealternativen positiv. Trotzdem erwarten die DZ Banker keine großen Kurssprünge, der Leitindex habe kaum noch Potenzial. Bis zum Jahresende 2015 rechnet die Bank nicht mit einem Anstieg über 9500 Punkte - und auch schwankungsanfälliger könnte der Index werden. Konservativen Anlegern raten die Experten daher zu "Dividendenaristokraten". Risikofreudigere Investoren könnten dagegen im ersten Quartal Chancen bei den Zyklikern haben. Quelle: REUTERS

Schon im vergangenen Geschäftsjahr (bis Ende September 2014) hat Bertrandt mit 871 Millionen Euro Umsatz und 62 Millionen Euro Nettogewinn besser abgeschnitten als erwartet. Die Auftragslage ist gut, die Nettomarge mit sieben Prozent vom Umsatz stabil. Im laufenden Jahr sollten rund 950 Millionen Euro Umsatz und unterm Strich mehr als 65 Millionen Euro Gewinn bleiben. Finanziell ist Bertrandt solide. In den Büchern stehen 281 Millionen Euro Eigenkapital, 60 Prozent der Bilanzsumme.

Bertrandt gehört zu 29 Prozent zu Porsche und damit zum Volkswagen-Imperium. Offiziell ist ein weiteres Aufstocken nicht geplant. Doch das war auch der Tenor, als Porsche noch 25 Prozent hatte, bevor die Zuffenhausener dann im Juli um vier Prozentpunkte aufstockten. Ob Porsche eines Tages über 30 Prozent zieht und dann ein Übernahmeangebot machen muss, ist offen. Die Spekulation darauf macht die Aktie zusätzlich interessant.

(Für weitere Details zur Aktie bitte auf dem Chart oben klicken)

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