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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: Acatis Aktien Deutschland ELM - Tausche Stahl gegen Druckmaschinen

„Wir verzichten auf jegliches Timing, weil wir nicht wissen, wo der Markt in einigen Monaten sein wird“, sagt Fondsberater Frank Lübberstedt. Volkswirte würden ihre Meinung zu häufig ändern, allein die Konjunktur sei kein verlässlicher Indikator für Investments. Entscheidend für den Fonds sei dagegen, ob ein Unternehmen mindestens 30 Prozent unter seinem fairen Wert notiere und ob es diesen Wert innerhalb von drei Jahren erreichen könne. Ein Fünftel des Portfolios steckt in Dax-Werten, der Rest in kleinen und mittelgroßen Aktien.

Fondstipp

Lübberstedt schaut bei der Auswahl der Einzelwerte auf die Marktstellung des Unternehmens und auf seine Bilanzqualität. „KWS Saat etwa hat ein Geschäftsmodell mit einem tiefen Burggraben, der potenzielle neue Wettbewerber abhält“, sagt Lübberstedt. Der Forschungsaufwand für neues Saatgut sei enorm, es dauere häufig zehn und mehr Jahre ein neues Produkt zu entwickeln. Die Saatgutbranche werde daher von wenigen Konzernen beherrscht, die ihre Preise am Markt durchdrücken könnten. Rational, ein Hersteller von professionellen Küchengeräten, überzeuge durch eine hohe Eigenkapitalquote und einen hohen, frei verfügbaren Zahlungsüberschuss (Free-Cash-Flow). Rational sei so unabhängig von Banken und könne in Krisenzeiten günstig andere Unternehmen übernehmen.

Geldanlage



Lübberstedt empfiehlt dem Fondsmanagement allerdings auch Unternehmen, deren Bilanz verheerend ausschaut, wenn er von einer erfolgreichen Sanierung überzeugt ist. So hielt der Fonds bis Anfang Oktober die angeschlagene ThyssenKrupp und nahm dann Gewinne mit. Das Geld investierte er in Heidelberger Druck, den nächsten Turnaround-Kandidaten. „Der Sanierer und jetzige Vorstand Gerold Linzbach hat sich von Verlustbringern getrennt, und er hat das Servicegeschäft ausgebaut und den vernachlässigten Digitaldruck aufgebaut“, sagt Lübberstedt. Seit dem Amtsantritt von Linzbach vor 2,5 Jahren habe sich zudem die Nettoverschuldung des Unternehmens deutlich verringert. Die Börse ist bisher allerdings nicht von einer erfolgreichen Wende überzeugt: Heidelberger Druck ist in diesem Jahr mit etwa 17 Prozent im Minus.

(Für weitere Details zum Fonds bitte auf den Chart oben klicken)

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