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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: DB x-trackers MSCI GCC Select ETF - Wette auf eine Erholung nach dem Ölpreis-Crash

Bisher konnten Privatanleger nicht in Aktien aus der arabischen Golfregion investieren. Zum Glück, könnte man sagen, denn die Börsen der Region litten erheblich unter dem Preisverfall auf den globalen Ölmärkten. Die Volkswirtschaften am Golf hängen vom Ölexport ab. Das entsprechende Aktienbarometer des Indexanbieters MSCI, der GCC Countries (GCC steht für Gulf Cooperation Council), umfasst neben der Börse Saudi-Arabiens: Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman, allesamt Ölexporteure.

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Der Index verlor allein seit Dezember mehr als 13 Prozent (siehe Chart ). Er notiert nun wieder auf dem Stand von Anfang 2005 – für Anleger ein verlorenes Jahrzehnt.

Doch der Golf-Crash scheint sich auszupendeln; seit Kurzem steigt der Index wieder. Für Anleger, die auf eine Erholung am Golf wetten wollen, bietet die Deutsche Bank nun über einen passiven Indexfonds (ETF) auf die Region einen Zugang von Europa aus an. Der Fonds (ISIN IE00BQXKVQ19) bildet den GCC-Index ab, kostet pro Jahr 0,65 Prozent Gebühren und thesauriert: Dividenden der im Index enthaltenen Unter- nehmen werden nicht ausgeschüttet, sondern entsprechend der Index-Gewichtung in die Papiere reinvestiert. 65 Prozent des Fondsvolumens machen allein saudische Aktien aus; es folgen Katar (rund zwölf Prozent) und die Emirate mit knapp neun.

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Wer mit dem ETF via Golfregion auf eine Erholung des Ölpreises wetten will, geht allerdings einen weiten Umweg: Die Golfstaaten würden zwar zweifellos von steigenden Rohölpreisen profitieren und über mehr Investitionen und regeren Konsum in der Region dann auch mittelbar die im Index enthaltenen Unternehmen. Weil aber die strategisch wichtigen Ölkonzerne meist in Staatshand sind, dominieren den Index andere Branchen: Größte Einzelposition ist Sabic, ein saudischer Produzent von Chemie, Halbzeugen und Metallen. Mehr als die Hälfte der Aktien entstammt dem Finanzsektor, es folgen Telekommunikation und Konsum. Ein hohes Risiko. Der Internationale Währungsfonds schätzt die Banken der Region allerdings als solide genug ein, um auch eine längere Öl-Baisse zu überstehen.

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