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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: First State Global Listed Infrastructure - Von Mautgebühren in China profitieren

Die bombastischen 118 Prozent, die der Amundi Indien-Infrastrukturfonds seit einem Jahr zulegen konnte, lassen Fondsmanager Peter Meany von First State kalt: „Die Stärke der Unternehmen war zuletzt eher eine Folge der politischen Entwicklung als Ergebnis fundamentaler Verbesserungen in den Infrastrukturanlagen“, sagt Meany. Er hält die Indien-Begeisterung der Investoren für übertrieben. Mit seinem Fonds First State Global Listed Infrastructure setzt er auf stete Erträge mit überschaubarem Risiko. „Die haben wir in Indien noch nicht gefunden“, sagt er. Und so schwankte sein Fonds in den vergangenen drei Jahren nur gut acht Prozent um den Mittelwert, während die Indien-Investoren bei Amundi 28 Prozent aushalten mussten – für die meisten Privatanleger untragbar.

Fondstipp: First State Global Listed Infrastructure

Von Sydney aus managt Meany den First State Fonds mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Er hält nichts von Investitionen in bestimmte Märkte, sondern setzt lieber gezielt auf Einzelunternehmen mit Wachstumschancen.

Laut einer Studie der Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers (PwC) sollen Infrastrukturinvestitionen weltweit von jährlich vier Billionen Dollar 2012 auf über neun Billionen 2025 zulegen. Allein der Transportsektor, der laut PwC gut 30 Prozent der weltweiten Infrastrukturausgaben einnehme, soll durchschnittlich um sechs Prozent pro Jahr wachsen.

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So hat Peter Meany sechs Prozent des Fondsvermögens in den Baukonzern Vinci aus Frankreich investiert, der dort Mautanlagen auf Autobahnen betreibt. „Wir mögen die Qualität der Vinci-Mautanlagen – und dass der Konzern langfristig stabile Erträge einfahren kann. Außerdem finden wir die Dividendenrendite von 3,5 Prozent interessant“, sagt er. Insgesamt ist er mit knapp einem Fünftel des Fondsvolumens an Mautprojekten weltweit beteiligt. Auch in China: „Wir sehen dort einige spannende Konzerne mit guten Infrastrukturanlagen“, sagt Meany, „etwa Jiangsu Expressway, einen Mautbetreiber, der von der wachsenden Zahl an Autos auf Chinas Straßen profitieren sollte.“ In China setzt er auf Wachstum; europäische Konzerne sollen vor allem von dem billigen Geld aus den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank profitieren.

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