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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: Legg Mason Clearbridge - Rendite mit viel Geduld und wenigen Aktien

„Der Aktienmarkt war nach dem langen Anstieg reif für eine Korrektur“, sagt Evan S. Bauman, Fondsmanager bei der US-Gesellschaft Legg Mason in New York. Beim US-Aktienfonds des Hauses hatte sich das Fondsmanager-Duo aus Bauman und Richard Freeman auf einen Kursrutsch eingestellt und mit 15 Prozent des Fonds mehr Geld als üblich verzinst geparkt. Der Fonds besteht seit Langem zu einem Drittel aus Aktien aus dem boomenden Gesundheitsmarkt, die weniger starke Kursverluste erlitten haben. Die liquiden Mittel konnten die Manager jetzt für Zukäufe einsetzen. So wurde die bestehende Position bei Anadarko Petroleum aufgestockt. Der Ölförderer muss in den USA zwar wegen Umweltvergehen eine Rekordstrafe von 5,1 Milliarden Dollar zahlen. Doch die Vermögenswerte seien trotzdem doppelt so hoch wie der Börsenpreis, und Anadarko sei auch bei noch niedrigeren Ölpreisen profitabel. Zudem erfüllt das Unternehmen die Investment-Kriterien der Manager: Es verdient Geld, steigert den Gewinn und hat eine starke Marktstellung. Nicht aus Faulheit, sondern weil sie sich für die Prüfung der Unternehmen und ihres Managements Zeit nehmen, kommen jährlich nur ein bis zwei neue Unternehmen ins 3,1 Milliarden Dollar schwere Portfolio, das derzeit aus 64 Einzeltiteln besteht.

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Ungewöhnlich lange halten die Manager an Aktien fest. Anadarko haben sie schon elf Jahre im Fonds, der Pharmawert Forest Laboratories gehörte fast 30 Jahre dazu, bevor er 2014 von der irischen Actavis geschluckt wurde. Zuletzt wurden Aktien von Nuance Communications gekauft. Deren Sprachverarbeitungssoftware kommt etwa im neuen Audi TT bei der Bedienung von Navi und Radio zum Einsatz. „Nuance ist sehr innovativ hat viele Patente und ist im Markt der Sprachsteuerung sehr gut aufgestellt. Sie waren schon profitabel, und dies wird auch für 2015 erwartet“, sagt Bauman. Er meidet Hardwareausrüster wie Apple, weil er nicht wisse, „wie die mobilen Geräte künftig aussehen werden“, aber die Software im Inneren der Geräte werde weiterhin benötigt. Daher hält er etwa den Speichermedienhersteller Sandisk, die Softwareschmiede Citrix sowie den LED-Hersteller Cree.

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