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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: Pioneer Global Ecology - Solarboom trotz des niedrigen Ölpreises

Immer mehr Anleger fühlen sich verantwortlich für Unternehmen, in die sie investieren. Bei ihnen kommt es nicht gut an, wenn deren Ruf durch Umweltsünden (BP), Kinderarbeit (Walmart) oder Korruption (Siemens) leidet und Millionenstrafen Gewinne belasten. Solche Pannen hoffen sie mit Investments auszuschließen, die ökologische und ethische Aspekte erfüllen. Das gelingt nicht immer, aber das nachhaltig angelegte Vermögen ist trotzdem rasant gestiegen: Von 2012 bis 2014 weltweit um 61 Prozent auf 21 Billionen Dollar, so die Lobbygruppe Global Sustainable Investment Alliance. Der neue Steyler Fair und Nachhaltig Aktienfonds der Steyler Bank wuchs 2014 um 70 Prozent auf 28 Millionen Euro. Das freut die katholischen Steyler Missionare, deren Projekte mit Gewinnen der Bank gefördert werden. Der Fonds bietet als einziger eine CO2-Bilanz. 2014 feuerten die 60 Unternehmen des Fonds, bezogen auf die investierte Summe, 4864 Tonnen CO2 in die Luft. Ein gleich hohes Investment in den Dax hätte 3,3-mal so viel CO2 verursacht.

Fondstipp: Pioneer Global Ecology

Ohne eine solche Bilanz, aber mit langfristig solider Rendite (siehe Chart) glänzt der größte Ökofonds, der 1,1 Milliarden Euro schwere Pioneer Global Ecology. Wer hier investiert, bekommt vor allem viel Technik aus den Bereichen Abwasserreinigung, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz ins Depot. 2014 hatte Fondsmanager Christian Zimmermann nur rund 20 Prozent US-Aktien im Portfolio und blieb damit hinter seinem Vergleichsindex zurück, der die gut gelaufenen US-Aktien mit 55 Prozent viel stärker berücksichtigt und durch Dollar-Gewinne punktete. „Der niedrige Ölpreis drückt die Stimmung bei den Solar- und Windkraftherstellern kaum“, sagt Zimmermann. Vielmehr entfesselten die gesunkenen Produktionspreise für Solarmodule einen neuen Boom in Ländern wie Indien, China und Honduras. In China würden Luft- und Wasserverschmutzung zum Standortnachteil, der Staat will bei erneuerbaren Energien aufholen und Wasserkonzerne wie Suez und Veolia bei der Abwasserreinigung ins Boot holen. In Indien ersetzten viele Haushalte Dieselaggregate für die Strom- und Warmwassererzeugung durch Solar.

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