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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: UBS Key Selection Dynamic Alpha - "Noch 18 Monate Potenzial nach oben"

Was von September bis Mitte Oktober an den Börsen passierte, das nennt Fondsmanager Andreas Köster einen „Showcase“: Der Dax fiel von 9800 auf 8500 Punkte, zog jetzt wieder nach oben an. Gleiches Spiel an den US-Börsen. „Das war in geringem Ausmaß ein Beispiel dafür, was passiert, wenn die Märkte richtig einbrechen“, sagt Köster, der den UBS Key Selection Dynamic Alpha Fonds managt. Den großen Crash sieht er noch nicht kommen und reagiert gelassen auf Verluste, weil er mit seinem Fonds aktiv gegensteuern kann. Wie große Hedgefonds nutzt er die sogenannte Global-Macro-Strategie – handelt entlang makroökonomischer Trends, aktuell setzt er etwa mit zehn Prozent des Portfolios auf die Stärke der US-Konjunktur mit Dollar-Kaufpositionen, vor allem gegenüber der australischen Währung. Bei Bedarf kann er aber auch auf fallende Kurse setzen und Derivate kaufen. Seit September baute er deshalb im großen Stil Verkaufsoptionen auf, die auf sinkende Börsenpreise wetteten. „Als der Markt gedreht hat, haben wir sie dann im Oktober wieder mit Gewinn verkauft.“ So konnte er Verluste bei anderen Positionen auffangen.

Anleger können ab 500 Euro in den 520 Millionen Dollar starken UBS-Fonds investieren, wenn sie von globalen Trends profitieren möchten, die Köster und sein Team auszuspielen versuchen. Jetzt, in der Erholungsphase an den Börsen, hält Köster wieder einen Anteil von 40 Prozent Aktien nach zuvor 31 Prozent in seinem Portfolio. „Ich denke, dass die Märkte noch 12 bis 18 Monate Potenzial nach oben haben, wenn auch mit starken Schwankungen“, sagt Köster. Weil ihm die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der Aktien weltweit langsam zu teuer werden, geht er aber nicht volles Risiko, sondern parkt Gelder in US-Staatsanleihen.

Geldanlage



Die größten Chancen sieht er aktuell in Japan. „Gut acht Prozent des Portfolios sind japanische Aktien, wir sehen hier wichtige Unterstützung durch die für den Export günstige Währung und die japanische Zentralbank.“ Auch die Europäische Zentralbank biete langfristig verlässliche Unterstützung, sagt Köster. Deshalb stecken über sechs Prozent seines Portfolios in italienischen Staatsanleihen, mit Laufzeiten bis zu 30 Jahren.

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