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Aktien-Investment Fonds für mehr Frauenpower

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Erstmals Aktienfonds in Deutschland

Jetzt ist das Fondshaus Ampega Gerling auf den Diversity-Trend aufgesprungen und bietet erstmals in den kommenden Wochen deutschen Anlegern die Möglichkeit, in einen Fonds zu investieren, der „der Idee einer Gender-Parität in Führungspositionen“ folgt. Wir sind von diesem Ansatz überzeugt und setzen entsprechend hohe Erwartungen in den Fonds“, sagte Manfred Köberlein, Geschäftsführer der Ampega Investment zum Start des Ampega Gender Plus Aktienfonds (ISIN DE000A12BRD6). Es ist der erste Publikumsfonds der den „German Gender Index“ als Grundlage für einen Fonds wählt. Der Index wird von dem Brokerhaus Solactive und der Börse Hannover mit deutschen Aktien zusammengestellt. 300 Unternehmen fließen zunächst in die Auswahl. Die 50 überzeugendsten, bei denen Anforderungen an die Handelbarkeit mit dem Anteil weiblicher Entscheidungsträger zusammenpassen, landen im Index.

Heimische Top-Manager bei Bürgern völlig unbekannt
15. Stefan F. Heidenreich, Beiersdorf- Bekanntheitsgrad: 6 ProzentDie blauen Nivea-Dosen kennt hierzulande jedes Kind. Doch der Chef hinter der Weltmarke Nivea ist offenbar nur den wenigsten Bürgern ein Begriff. Gerade einmal sechs Prozent der Deutschen können mit dem Namen Stefan Heidenreich etwas anfangen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Dr. Doeblin hervor. Mehr als tausend Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren wurden über die Bekanntheit und Glaubwürdigkeit deutscher Top-Manager befragt. Quelle: REUTERS
14. Heinrich Hiesinger, ThyssenKrupp- Bekanntheitsgrad: 7 ProzentHeinrich Hiesinger leitet mit ThyssenKrupp zwar die Ikone der deutschen Industrie schlechthin. Aber auch die mehr als 200-jährige Unternehmensgeschichte von ThyssenKrupp hilft seinem Bekanntheitsgrad nicht: Gerade einmal sieben Prozent der Deutschen wissen, wer der Top-Manager ist. Quelle: REUTERS
13. Bill McDermott, SAP- Bekanntheitsgrad: 8 ProzentBill McDermott ist der Chef von Europas größtem Softwarekonzern, aber den Deutschen kaum ein Begriff. Immerhin: Der US-Amerikaner ist noch der bestplatzierte Manager ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Der Niederländer Marjin Dekkers, Chef von Bayer, dem aktuell wertvollsten deutschen Unternehmen, hat es hingegen nicht einmal unter Top-15 geschafft. Quelle: dpa
12. Timotheus Höttges, Deutsche Telekom- Bekanntheitsgrad: 9 Prozent„Ein Top-Manager hat eine zentrale Bedeutung für die Außenwirkung eines Unternehmens“, sagt Jürgen Doeblin, Geschäftsführer des gleichnamigen Wirtschaftsforschungsinstituts. CEOs wie der Telekom Chef Timotheus Höttges hätten eine Bringschuld für eine bessere Kommunikation der Argumente ihrer Unternehmen in die Mitte der Gesellschaft. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Bürger die Manager überhaupt kennen. Der Telekom-Chef hat da noch viel Luft nach oben. Quelle: dpa
11. Herbert Hainer, Adidas- Bekanntheitsgrad: 9 ProzentErschreckend unbekannt ist auch der Adidas-Chef Herbert Hainer. Gerade einmal neun Prozent der Befragten ist der Name des Vorstandsvorsitzenden der weltbekannten Sportmarke ein Begriff. Quelle: dpa
10. Johannes Teyssen, E.ON- Bekanntheitsgrad: 10 ProzentDass nur zehn Prozent der Deutschen Johannes Teyssen kennen, den Chef des größten heimischen Energiekonzerns, liegt auch daran, dass sich nur etwa jeder Vierte für die Themen Finanzen und Wirtschaft interessiert. Quelle: AP
9. Carsten Spohr, Deutsche Lufthansa- Bekanntheitsgrad: 10 ProzentBesonders gering ist das Interesse für Wirtschaftsthemen bei Frauen. Rund 60 Prozent der Frauen kennen weder den Lufthansa-Chef Carsten Spohr noch einen der anderen 29 Dax-Vorstandsvorsitzenden. Quelle: dpa

Starke Besetzung in Vorstand und Aufsichtsrat

Von den 257 Vorstandsposten in den 50 Unternehmen haben 29 Frauen inne, in 52 Prozent der Vorstände ist mindestens eine Frau vertreten, 28 Prozent der Aufsichtsratsmandate sind an Frauen vergeben und 54 Prozent der Aufsichtsräte sind zu mindestens 30 Prozent mit weiblichen Mitgliedern besetzt.

Aus den 50 Index-Mitgliedern wiederum will Ampega dividenden- und wachstumsstarke Aktien auswählen. Anleger sollen für diese doch relativ unspektakuläre Dienstleistung mindestens 1,4 Prozent jährliche Kosten berappen, die die Performance des Fonds belasten. Herkömmliche Indexfonds etwa auf den Deutschen Aktienindex Dax oder den MDax sind mit unter 0,5 Prozent jährlichen Kosten wesentlich günstiger. Da müssen sich die Manager bei Ampega anstrengen, die Indizes auf Dauer zu schlagen. Bestenfalls machen die stärker frauengeführten Unternehmen die Performance durch überdurchschnittlichen Kursanstieg wett.

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Weniger Konflikte mit Frauen

Das Thema ist aktuell, seit Datenanbieter wie MSCI oder Bloomberg Informationen zu weiblichen Managern ähnlich selbstverständlich sammeln wie die zu Umsätzen und Gewinnen. Mächtige Investoren wie der 300 Milliarden Dollar schwere kalifornische Pensionsfonds Calpers drängen seit Jahren auf stärker gemischte Führungsteams. Aus guten Gründen: Mehr Frauen bedeutet weniger Konflikte. "Unsere Analysen haben ergeben, dass in Unternehmen mit höherem Frauenanteil Skandale wie zum Beispiel Bestechung, Betrug oder Aktionärsstreitigkeiten seltener sind", sagt MSCI-Direktorin Ulrike Modersohn. Das ist gut für die Kursentwicklung. Unternehmen in Steueroasen hingegen fielen MSCI als männerdominiert auf. Krawcheck sagt, für Unternehmen sei es generell sinnvoll, mehr Vielfalt von Meinungen in Entscheidungen einfließen zu lassen. Und: "Frauen stellen sich besser auf Kundenwünsche ein, sie sind risikoscheuer." Gerade Letzteres war in der Finanzkrise von Vorteil.

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