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Aktien und Anleihen 2014 Gewinne natürlich wachsen lassen

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Aktien vor der Blüte

Welche Länder ihre Sparer enteignen
TürkeiDie Inflation liegt in der Türkei bei sehr hohen 7,71 Prozent im Jahr. Dafür sind aber auch die Tagesgelder in türkischer Lira relativ hoch verzinst, es gibt 7,63 Prozent Zinsen. Damit liegt der Realzins, errechnet aus Tagesgeldzins und Inflationsrate mit -0,08 Prozent nur leicht im Minus. In den nachfolgenden Ländern ist die Lage allerdings noch schlimmer. Mehr gibt es zum Beispiel in Spanien. Dort fallen die Preise, es gibt also Deflation mit -0,10 Prozent Preissteigerung. Weil es auf dem Tagesgeldkonto immerhin 0,08 Prozent Zinsen gibt, verdienen Sparer in Spanien sogar noch etwas. Der Realzins liegt bei +0,18 Prozent. Ähnliches gilt für die Schweiz. Stand: 25.11.2013, Quelle: Bloomberg Quelle: REUTERS
KanadaDie Inflationsrate liegt in Kanada bei moderaten 1,10 Prozent, auf dem Tagesgeldkonto gibt es aber auch nur 0,95 Prozent. Für Sparer ein reales Minus von 0,15 Prozent. Quelle: REUTERS
RusslandDie Inflation beutelt das lang mit einer Preissteigerungsrate von 6,30 Prozent. Dafür gibt es für Tagesgeld 6,00 Prozent. Der Wertverlust der Ersparnisse liegt so bei 0,30 Prozent im Jahr. Dennoch erwartet die staatlich kontrollierte Sberbank (Logo neben einer Kirche in Moskau) eine Verdoppelung der Vermögen und Gewinne in den nächsten fünf Jahren.emetov (RUSSIA - Tags: BUSINESS LOGO) Quelle: REUTERS
SüdafrikaDer südafrikanische Rand verliert jährlich 5,5 Prozent an Wert. Wer sein Geld auf Tagesgeldkonto bekommt nur 5,0 Prozent Zinsen. Realer Wertverlust pro Jahr: 0,5 Prozent Quelle: AP
Frankreich Der große Nachbar Deutschland verzeichnet eine Preissteigerungsrate von 0,6 Prozent. Für Tagesgeld gibt es im Schnitt nur noch 0,08 Prozent Zinsen. Der reale Wertverlust liegt somit jährlich bei 0,53 Prozent. Frankreichs Probleme liegen auch im Bankensektor. Zu den von der Ratingagentur S&P heruntergestuften Banken gehörten auch Frankreichs Großbanken BNP Paribas, Société Générale und Credit Agricole. Quelle: dpa
ChinaDer chinesische Yuan verliert jährlich 3,2 Prozent an Wert, der 3-Monats-Zinssatz liegt aber nur bei 2,6 Prozent. Macht für Sparer ein Minus von 0,6 Prozent pro Jahr. Quelle: REUTERS
ItalienIn Italien steigen die Preise nach jüngsten Angaben um 0,8 Prozent. Tagesgeld wird aber nur mit 0,08 Prozent verzinst. Für Sparer unter dem Strich ein Wertverlust von 0,73 Prozent pro Jahr. Quelle: dpa

Wer höhere Renditen erzielen möchte, muss sich also schon an die Randbereiche des Anleihenmarkte begeben. Kreuzkamp hatte im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit stark auf die Staatsanleihen der Peripherieländer sowie Pfandbriefe aus Spanien gesetzt und damit großen Erfolg gehabt. Diese Wetten sind aber inzwischen auch schon weitgehend ausgereizt, Kursgewinne werden unwahrscheinlich nach der Aufholjagd. Gleichwohl bieten die spanische, irische und  portugiesische Pfandbriefe noch höhere Renditen als heimische. Bei Anleihen von Banken könnte es durch die geplanten Stresstests der Europäischen Zentralbank Mitte 2014 erneut etwas turbulent werden. Das spräche aber nicht gegen Anleihen solider großer Kreditinstitute wie etwa der spanischen Santander oder BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria), die nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in Lateinamerika zu den größten Banken zählt.

Die gute Stimmung am Aktienmarkt kann dann anhalten, wenn die Unternehmensgewinne 2014 wieder steigen. „Wir erwarten im ersten Quartal 2014 wieder bessere Unternehmensnachrichten“, sagt DeAWM-Aktienchef Henning Gebhardt. Der Baum hätte damit nicht nur Blätter, sondern Blüten.

Gute Chancen sieht er insbesondere im Euroland und speziell in Deutschland. Das Geschäftsklima und die Stimmung in den Unternehmen seien bereits gut, mit sechs bis acht Monaten Verzögerung würde üblicherweise die Gewinnentwicklung folgen. „Anleger sollten die Einladung zu der Party am Aktienmarkt nicht ausschlagen“, wirbt Gebhardt.

In Arbeit
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Schwellenländer, die 2013 meist enttäuschten, könnten 2014 vereinzelt überraschen, weil die Bewertung im Vergleich zu den Industrieländern gesunken ist. Dort bezahlen Anleger nur etwa das Zehnfache der für 2014 geschätzten  Gewinne, in Industrieländern aber knapp das 15-fache. Wenn klarer wird, wie die US-Notenbank die Anleihenkäufe drosseln wird, könnten Schwellenländer vereinzelt wieder en vogue werden.

Anleger können nur hoffen, dass dann auch die DWS-Fondsmanager in den Portfolios den richtigen Riecher haben eine gute Ernte einfahren.

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