Anbieterwechsel Gaskunden können bis zu 755 Euro sparen

Haushalte, die mit Gas heizen, können durch einen Anbieterwechsel bis zu 755 Euro im Jahr sparen. Wie hoch die Ersparnis ist, kommt auf den Wohnort an. Auch bei den günstigen Tarifen gibt es örtlich Unterschiede.

Warum die Energiepreise steigen
Euroscheine stecken an einer Steckdose Quelle: dpa
Logos der vier großen Engergiekonzerne EnBW (l, oben), RWE (r, oben), Vattenfall (l, unten) und Eon (r, unten) Quelle: dpa
Ölpumpen stehen im Sonnenuntergang auf einem Ölfeld bei Los Angeles Quelle: dpa
Bild einer Raffinerie auf einem Bildschirm der Firma Gazprom Quelle: REUTERS
Ein Mitarbeiter eines Heizöllieferanten bereitet die Betankung eines Mehrfamilienhauses mit Heizöl vor Quelle: dpa
Ein Tankwagenfahrer beliefert einen Privathaushalt mit Heizöl Quelle: AP
Ein Monteur verkabelt einen Strommast Quelle: dapd
Eine brennende klassische Glühlampe auf rotem Grund Quelle: dpa
Das Wort "Diesel" auf einer vom Regen nassen Zapfpistole Quelle: dpa
Auf der Preistafel einer Tankstelle betragen die Preisunterschiede zwischen Diesel und Benzin nur noch wenige Euro-Cent. Quelle: dpa
Auf einem Gasherd wird ein Ei in eine Pfanne geschlagen. Quelle: dpa/dpaweb
Ein Flamme lodert auf einem Gasherd Quelle: dapd

Rund 19 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Gas. Wer Tarife und Preise vergleicht kann dabei mehrere hundert Euro im Jahr sparen. „Finanztest“ hat Gastarife in 20 deutschen Städten verglichen und festgestellt: Wer in Leipzig wohnt, kann bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr bis zu 755 Euro sparen, wenn er von den Stadt­werken zu einem privaten Anbieter wechselt. Dahinter folgen Frank­furt mit 481 und Köln mit 433 Euro.

Am meisten sparen können Gaskunden, die in der Grundversorgung sind. Damit ist der Tarif gemeint, in dem sich der Kunde automatisch befindet, wenn er noch nie etwas an seinem Tarif verändert hat. Die Grundversorgung ist meistens sehr teuer. In Leipzig liegt sie beispielsweise bei über 2.000 Euro. Mehr als 70 Prozent der Haushalte, die mit Gas heizen, sind nach Angaben des Monitoringberichts der Bundesnetzagentur nicht mehr in der Grundversorgung. Sie sind entweder bei ihrem örtlichen Stadtwerk in einen günstigeren Sondertarif gewechselt oder haben gleich einen neuen Anbieter beauftragt. Diesen Schritt haben allerdings erst 8,5 Prozent der Verbraucher gewagt.

„Kunden haben kein Vertrauen in den Markt“

„Wir beobachten, dass die Verbraucher kein Vertrauen in den Markt haben. Aus diesem Grund bleiben viele Gaskunden lieber bei ihrem örtlichen Stadtwerk“, sagt der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Holger Krawinkel. Als Grund nennt er große Anbieterpleiten wie die von Flexgas oder Teldafax.

Hier sparen Sie am meisten

Aber auch bei den günstigen Tarifen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Städten. Wer beispielsweise in Mannheim wohnt und einen Verbrauch von 20.000 Kilowatt hat, zahlt beim günstigsten Anbieter 1.390 Euro jährlich. In München zahlen Kunden im günstigsten Tarif 1.101 Euro – also fast 300 Euro weniger.

Schuld sind die unterschiedlich hohen Netzentgelte. Auch die Konzessionsabgabe spielt eine Rolle. Sie fällt an, weil die Kommunen Geld verlangen, wenn ein privates Unternehmen öffentliche Wege oder Straßen zur Verlegung von Leitungen nutzen will.

Vorsicht bei Neukundenboni

In dem Test wurden laut „Finanztest“ nur verbraucherfreundliche Tarife berücksichtigt. Sie haben keine Fallstricke oder Bonusklauseln, die an undurchsichtige Bedingungen geknüpft sind. Sie eignen sich daher für bequeme Kunden, die möglichst viel Preissicherheit haben und nicht jedes Jahr den Anbieter wechseln wollen.

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Die Zeitschrift warnt vor dem Fallstrick der Neukundenboni. Sie seien „eine Marketingmasche, die den Preis im ersten Jahr günstig machen“, sagt Energieexperte Fabian Fehrenbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. So landeten sie bei Online-Vergleichsrechnern wie Verivox oder Toptarif fälschlicherweise auf den oberen Rängen.

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