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Anlagestrategie der US-Eliteunis Die Strategien der schlausten Anleger der Welt

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Viel Geld, viel Risiko

Die Nacubo-Studie zeigt deutlich, dass die Portfoliozusammensetzung umso konservativer wird, je niedriger das Stiftungsvermögen ist. Universitäten mit weniger als 25 Millionen Dollar Vermögen legen etwa 26 Prozent ihres Kapitals in festverzinslichen Anlagen an, während es bei den reichsten Unis nur acht Prozent sind. Auch beim Anteil an US-Aktien liegen die kleinen Unis mit 43 Prozent Depotanteil weit vor den Elite-Unis mit nur 13 Prozent US-Aktienanteil.

Die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen
Platz 6: Unternehmensanleihen6000 von 100.000 Euro würden die Deutschen noch in Unternehmensanleihen stecken, also 6 Prozent. Für die meisten Bundesbürger kommt ein solches Investment nicht infrage: 67 Prozent würden nicht ihr Geld nicht in Firmenanleihen anlegen. Quelle: imago images
Mehr als die Hälfte der Befragten können sich die Anlage in Staatsanleihen nicht vorstellen: 60 Prozent lehnen dies laut Umfrage ab. Quelle: dpa
5. Platz: StaatsanleihenZu hohes Risiko: Nur 9 Prozent von 100.000 Euro würden die Deutschen in Staatsanleihen anlegen. Quelle: dpa
Knapp zwei Drittel der Deutschen lehnt dankend ab: 63 Prozent würden kein Geld in Fonds anlegen. Quelle: dpa
Platz 4: FondsFonds als Anlage erwägen nur wenige Deutsche: 10 Prozent von 100.000 Euro würden die Befragten in Fonds stecken. Quelle: dpa
Vielen Bundesbürgern sind Aktien aber zu risikoreich: 48 Prozent der Deutschen schließen die Wertpapiere als Anlage aus. Quelle: dpa
3. Platz: AktienFür Aktien haben viele Deutsche nichts übrig: 14 Prozent von 100.000 Euro würden die Befragten in Wertpapiere investieren. Quelle: dpa

Über alle Anlageklassen erzielten die Schwergewichte unter den Stiftungen eine um einen Prozentpunkt höhere Rendite als der Durchschnitt aus mehr als 800 Stiftungen.

Die Gründe für den Renditevorteil der großen Stiftungen: Eine dickere Pufferzone bei der Kapitalausstattung, höhere Ausgaben für Investmentberater und Experten sowie aufgrund der investierten Summen eine weit bessere Verhandlungsposition, wenn es um Gebühren und Preise für Investitionen geht.

Privatanleger können sich vom Erfolg der Universitätsstiftungen durchaus etwas abgucken. Basis für eine erfolgreiche Geldanlage sollten daher in Anlehnung an die Strategien der Stiftungen folgende Punkte sein:

  • Ein sehr langfristiger Anlagehorizont lässt auch höhere Risiken in einzelnen Portfoliopositionen zu.
  • Je höher das Investitionskapital, umso höher dürfen riskantere Anlage gewichtet werden.
  • ein breit gestreutes Portfolio hilft Rückschläge in einzelnen Anlageklassen abzufedern.
  • Außerbörsliche Investitionen – vor allem in Sachwerte wie Firmenbeteiligungen, Immobilien oder Risikokapital - helfen, schwache Börsenjahre zu kompensieren.

So sieht die Geldanlage der Deutschen aus

Elite-Stiftungen privat nachahmen

Die Portfoliostruktur der großen Eliteunis in den USA nachzubauen, ist für Privatanleger nahezu unmöglich. Aber die Grundregeln lassen sich beherzigen. Und wer es sich zutraut, kann eine vergleichbare Anlagestrategie mit börsengehandelten Fonds (ETF) versuchen.

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Privatanleger können auch schon mit kleineren Beträgen auf die Entwicklung am Holzmarkt setzen, indem sie zum Beispiel mit dem Guggenheim Timber ETF auf den Beacon Global Timber Index setzen. Für Private Equity gibt es mit PowerShares Global Listed Private Equity Portfolio PSP ebenfalls ein Anlagevehikel, dass sich an einem Index für die Beteiligungsbranche orientiert. Nach dem gleichen Prinzip können sich geneigte Anleger auch einen ETF auf einen Hedgefonds-Index ins Depot legen. Ein Beispiel ist etwa der Credit Suisse Long/Short Liquid Index ETN CSLS.

Zusammen mit Geldanlagen in Aktien, Anleihen, etwas Gold und Cash können Privatanleger so ein Depot aufbauen, dass seine Vorteile vor allem langfristig ausspielen sollte. Die Stiftungen der US-Eliteuniversitäten haben das trotz dreier Verlustjahre in den vergangenen zehn Jahren hinbekommen – und im Durchschnitt jedes Jahr ein Plus von 7,1 Prozent gemacht.

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