Anlegerentschädigung Solar Millennium muss Schadensersatz zahlen

Rund ein Jahr nach dem Insolvenzantrag von Solar Millennium haben Richter Anlegern des Unternehmens Schadensersatz zugesprochen. Die Solarfirma habe nicht richtig über die Risiken der Anleihe aufgeklärt.

huGO-BildID: 26340159 Bayern/ Der Schriftzug

Ein Anleger hatte 8000 Euro in eine 2009 begebene Anleihe des Solarunternehmens Solar Millennium investiert. Die sollte ihm bis 2014 pro Jahr 6,75 Prozent Zins bringen. Doch Ende 2011 rutschte das Unternehmen in die Insolvenz. Die WirtschaftsWoche hatte früh vor absehbaren Finanzproblemen gewarnt (Ausgaben 32/2009 und 3/2010). Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach dem Anleger nun Schadensersatz zu (6 O 3556/12).

Die drei damaligen Vorstände müssten für falsche Angaben im Anleiheprospekt haften. So habe der Prospekt verschwiegen, dass die zur Rückzahlung der Anleihe nötigen Erlöse in der Zukunft extrem unsicher waren.

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Zahlreiche weitere Klagen sind anhängig. Investoren, die ihr Geld verloren haben, können nun hoffen. Rund 30.000 Anleger sind betroffen. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Richter würden bisher uneinheitlich urteilen, sagt Anlegeranwalt Wilhelm Segelken aus Bremen. Erst der Bundesgerichtshof werde wohl das letzte Wort haben.

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