WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Anlegerschutz Brauchen Kleinanleger mehr Eigenverantwortung oder mehr Sicherheit?

Berlin will Kleinanleger besser vor riskanten Geldanlagen schützen. Anbieter und Vermittler werden stärker an die Kandare genommen. Ob das ausreicht, ist allerdings umstritten.

Zehn wichtige Tipps fürs Geldanlagegespräch
Ein Mann hält eine Check-Liste in den Händen Quelle: Fotolia
Staßenschilder warnen Fußgänger vor herabfallenden Steinen Quelle: dpa
Alternativen einfordernOft präsentieren Berater ihren Kunden nur ein Produkt – nach dem Motto „Das habe ich nur für Sie ausgewählt“. Nicht selten sind das die Produkte, für die der Berater die höchste Provision bekommt, aber eben nicht die für den Kunden passenden Anlagen. Sparer sollten unbedingt Alternativen einfordern, um vergleichen zu können. Genauso ist es wichtig, nicht nur eine Bank nach guten Anlagen zu fragen. Gehen Sie lieber zu mehreren Geldinstituten und vergleichen die Angebote. Quelle: Fotolia
Eine Dame in einem Beratungsgespräch Quelle: Fotolia
Ein Mann schaut durch eine Lupe Quelle: Fotolia
KostenrechnungHohe Gebühren fallen auch dann an, wenn der Kunde nicht in Wertpapiere investiert. Bei Bausparverträgen etwa verlangen Banken in der Regel einen Prozent der Bausparsumme als Abschlussgebühr. Anleger sollten eine genaue Übersicht einfordern, auf der alle anfallenden Gebühren und Provisionen aufgeführt sind. Wer ein kompliziertes Produkt wie einen Bausparvertrag nicht braucht, sollte sich nicht scheuen, nach einfacheren Anlagen wie einem Banksparplan zu fragen. Quelle: Fotolia
Ein Beratungsgespräch Quelle: Fotolia

Mit Traumrenditen von acht Prozent und mehr wirbt so manches Unternehmen um Anleger. Doch das Risiko ist oft hoch - diese bittere Erfahrung machten Tausende Anleger des insolventen Windenergieunternehmens Prokon in diesem Jahr. Die Bundesregierung will Kleinanleger künftig besser vor risikoreichen Geldanlagen schützen. Ein Referentenentwurf liegt vor - doch Verbraucherschützer, Finanzinstitute und manche Unternehmen wünschen sich Änderungen.

Fragen & Antworten zum Kleinanlegerschutz

Der Startschuss für die von der großen Koalition versprochene Verbesserung des Verbraucherschutzes für Kleinanleger ist gefallen. "Ab Oktober beginnt der Aufbau des Finanzmarktwächters", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas der Nachrichtenagentur Reuters. "Das ist notwendig, damit der Marktwächter Anfang 2015 seine Arbeit aufnehmen kann." Die Kontrolleure sollen Fehlentwicklungen aufdecken. "Diese Erkenntnisse werden den Aufsichtsbehörden zur Verfügung gestellt, die dann besser gegen Unregelmäßigkeiten vorgehen können", erklärte der SPD-Politiker.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Bei den eigentlichen Finanzmarktwächtern handelt es sich um Spezialisten der Verbraucherschutz-Zentralen, die unter anderem tausende von Beratungsgesprächen auswerten, um Missstände aufzuspüren. Als ein Beispiel gilt der Fall des insolventen Windparkbetreibers Prokon, durch den viele Anleger erhebliche Summen verloren haben. Im Fokus der Finanzmarktwächter stehen unfaire Vertriebsmethoden, mangelnde Aufklärung der Kunden, ineffiziente Produkte oder Störungen im Wettbewerb. Als eine erste Aufgabe der Finanzmarktwächter ist eine Pilotuntersuchung der Verbraucherberatungen bei Geldanlagen und Altersvorsorgen vorgesehen. Für den Aufbau des Personals hat das Justizministerium eine Anschubfinanzierung in diesem Jahr von 2,5 Millionen Euro eingeplant.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%