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Anselm Grün „Gott sei Dank habe ich bei der Blase nicht mitgemacht“

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„Daimler will jetzt länger mit mir zusammenarbeiten“

Investor mit Rauschebart: Pater Anselm Grün hat mit seinen Anlageentscheidungen auch schon daneben gelegen. Quelle: Abtei Muensterschwarzach

Besitzen Sie Geld?

Ich habe kein Einkommen, weder Taschengeld noch sonst etwas. Was ich zum Leben brauche, bekomme ich vom Kloster. Wenn ich unterwegs zu Vorträgen bin, habe ich 150 Euro im Geldbeutel, falls mal was passiert.

Sie halten mehrmals wöchentlich Vorträge, ob vor Dax-Vorständen oder beim Analysten-Award des Handelsblatts am 24. April. Was erzählen Sie da?

Ich bereite mich nie groß vor. Natürlich rede ich über Werte und die Lehre Benedikts. Ich lasse mich immer auf die Leute ein. Neulich war ich beim Finanzvorstand von Daimler. Die wollen jetzt länger mit mir zusammenarbeiten, weil sie spüren, da ist eine andere Sicht, die ihnen gut tut. Aber ich sehe mich nicht als das Gewissen der Nation.

Was bedeutet für Sie Luxus?

Ich habe einen CD-Player, den ich von meinen Brüdern zu Weihnachten bekommen habe.

Was war Ihre letzte Wertpapierorder?

Heute Morgen habe ich eine 8,5-prozentige Scholz-Anleihe gekauft. Das ist ein Recycling-Unternehmen. Die haben ein Rating BB, ich hoffe, sie ist solide. Letztes Jahr habe ich eine 7,5-prozentige Anleihe von Payom, einem Solarunternehmen gekauft. Die ist jetzt beim Kurs von unter 50. Das ist natürlich kein Vergnügen. Aber die laufen fünf Jahre. Da hoffe ich mal, dass die vorher nicht pleitegehen.

Pater Anselm, vielen Dank für das Interview.

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