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Autofinanzierung Lohnt sich der Autokauf auf Pump?

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Leasen oder finanzieren?

Für Autokäufer ist das erstmal ein gutes Zeichen. Je mehr Wettbewerb, desto günstiger wird die Finanzierung des eigenen Flitzers. Allerdings wird auch der Vergleich zwischen den einzelnen Angeboten für Laien immer schwieriger - und die Fragen immer zahlreicher.

Das Auto per Kredit finanzieren? Mit einem normalen Ratenkredit oder dem neueren Drei-Wege-Modell? Ist leasen doch die bessere Wahl? Oder die Zahlung in bar?

Barzahlung lohnt

Fest steht: Cash ist meist die günstigste Variante. Zwar könnte man das Geld, das man bei der Einmalzahlung in bar auf einen Schlag ausgibt, bei Zahlung per Kredit zwischenzeitlich am Kapitalmarkt anlegen und damit Zinsen erzielen. Das Problem ist allerdings: Die Renditen sind derzeit mager. Wer attraktive Zinsen einfahren will, muss ein gewisses Risiko eingehen. Finanzierungsexperten raten daher zur Barzahlung, wenn die möglich ist.

Angesichts der Neuwagenpreise stellt sich die Frage allerdings in den seltensten Fällen. Bleibt die Abwägung zwischen den verschiedenen Finanzierungsangeboten und Leasing - Letzteres war früher vor allem ein Modell für die Geschäftswagenflotte der Konzerne. Mittlerweile nutzen es aber immer mehr Privatkunden. Gerade junge Leute, die sich nicht zu lange an ein Auto binden und möglichst wenig Ärger haben wollen.

Grundsätzlich gilt Leasing als etwas teurer als die Finanzierung per Kredit. Allerdings versucht die Branche oft, dieses Manko mit günstigen Angeboten zu vertuschen. Häufig gelten diese allerdings nur für eine relativ geringe Kilometerleistung. Experten warnen aber davor, diese zu unterschätzen. 10.000 Kilometer im Jahr klingen zunächst viel, sind aber schnell auf dem Tacho.

Teure Vertragswerkstatt

Hinzu kommt, dass beim Leasing der Besuch einer meist teuren Vertragswerkstatt erforderlich ist. So eine Klausel ist bei Finanzierungsverträgen mittlerweile nicht mehr erlaubt.

„Mit einem Leasingwagen muss der Leasingnehmer extrem pfleglich umgehen“, warnt Silvia Schattenkirchner, Finanzierungsexpertin beim ADAC. Zwar besage die Regel, dass eine normale Abnutzung mit im Tarif enthalten sei. Wie genau die normale Abnutzung aussehe, sei aber in der Praxis immer wieder umstritten.

Schwierige Kündigung

Zudem lässt sich der Finanzierungsvertrag im Gegensatz zum Leasing in der Regel leichter kündigen. Beim Leasing dagegen ist die Vertragsauflösung oft nur zu schlechten Konditionen möglich. Der Grund: Die Gesellschaften berechnen eine Art Gesamtentgelt, aus dem sie die Raten errechnen. Eine kürzere Laufzeit bedeutet aber keinen Rabatt.

Letztlich ist die Entscheidung eine Typfrage. „Wer sein Auto länger als drei Jahre fahren möchte, sollte ein Darlehen aufnehmen und nicht leasen“, sagt Schattenkirchner. Wer sein Auto am Ende der Finanzierung auch sein Eigen nennen wolle, der müsse finanzieren. Wer mieten möchte und alle drei Jahre ein neues Auto fahren will, kann sich für Leasing entscheiden.

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