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Bitcoins Chinesen lassen Kryptowährung auferstehen

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Schürfer leiden unter dem Preisdruck

Der Bitcoin ist eine Kryptowährung, die auf einem Netzwerk von Nutzern im Internet aufgesetzt ist. Weltweit schließen Nutzer ihre Computer zusammen. Die sollen durch einen aufwendigen Rechenprozess eine Art mathematisches Problem lösen. Für jedes gelöste Problem, mit dem ein neuer Block in einer Kette erstellt wird, schüttet die Bitcoin-Software digitale Münzen aus.

So schaffen sich die Teilnehmer eine neue Währung, unabhängig vom staatlich kontrollierten Zentralbankgeld und den Banken.
Die Geldmenge ist begrenzt, maximal lassen sich etwa 21 Millionen Bitcoins schürfen, derzeit sind fast 15,1 Millionen im Umlauf.

Welche Zahlungsmittel Europäer bevorzugen
Das Geschäft mit dem Versenden von Geld über Smartphone-Apps lockt jetzt auch etablierte Banken an. Die Deutsche Kreditbank (DKB) kooperiert dafür mit dem Startup Cringle. Pro Monat kann ein Nutzer bis zu 100 Euro über die Cringle-App verschicken, abgewickelt wird die Zahlung per Lastschrift von der DKB. Pro Transaktion werden 20 Cent fällig, zum Start wurde die Gebühr auf 10 Cent gekappt. Das neue Angebot trifft bereits auf Wettbewerb im Markt. So bietet der Online-Bezahldienst PayPal seit Juli das Versenden von Geld über seine Smartphone-App in Deutschland an. Für Kunden, die ihren PayPal-Account mit einem deutschen Bankkonto verknüpft haben, ist das Angebot kostenlos, bei Kreditkarten wird eine Gebühr fällig. In vielen europäischen Ländern tun sich moderne Bezahlsysteme jedoch noch so schwer... Quelle: dpa
ÖsterreichOhne Bargeld geht in Österreich gar nichts. 86 Prozent bezahlen an der Kasse in bar, 12 Prozent mit EC-Karte. Eine Kreditkarte kommt nur in einem Prozent der Fälle zum Einsatz. Auf sonstige Alternativen wie Schecks, PayPal, Lastschrifteinzug oder Ähnliches entfällt insgesamt nochmal ein Prozent. Quelle: Deutsche Bundesbank; Europäische Kommission; Deloitte (Stand: 2014) Quelle: dpa
PolenIn Polen werden 80 Prozent der Bezahlvorgänge an der Kasse bar beglichen. Eine EC-Karte nutzen –ähnlich wie in Österreich – 13 Prozent der Bevölkerung. Immerhin werden auch drei Prozent der Bezahlvorgänge durch Kreditkarten abgewickelt. Auf die alternativen Zahlungsmittel entfallen vier Prozent. Quelle: dpa
DeutschlandAuch die Deutschen haben ihr Geld beim bezahlen lieber in fester Form in der Hand – in 79 Prozent der Fälle wird bar bezahlt. Zwölf Prozent der Käufe werden mit der EC-Karte beglichen, weitere sechs Prozent per mit Lastschrifteinzug, Scheck und anderen alternativen Zahlungsmethoden. Quelle: dpa
ItalienZwar ist Bargeld mit 69 Prozent noch immer das beliebteste Zahlungsmittel in Italien, aber auf Platz zwei kommen auch schon alternative Zahlungsmittel mit 17 Prozent. So sind Schecks, Kundenkarten, PayPal und andere Alternativen zusammen genommen bei den Italienern beliebter als die EC-Karte mit neun Prozent und die Kreditkarte mit sechs Prozent. Quelle: dpa
Sagrada Familia Quelle: AP
London Tower Bridge Quelle: dpa

Je mehr Bitcoins im Umlauf, und je größer das Netzwerk, desto schwieriger werden die mathematischen Probleme um weiter Coins zu erlösen. Und desto mehr Rechenpower brauchen die Mitglieder des Netzwerkes, um die Aufgaben zu lösen.

Der demokratische Grundgedanke des Bitcoin-Netzwerks ermöglichte es vor ein paar Jahren noch jedem Nutzer, zu Hause mit einem handelsüblichen Computer selbst Bitcoins zu schürfen. Denn die Stromkosten für spezielle Hardware, mit der sich heute nur noch Bitcoins schürfen lassen, zieht enorme Mengen Strom. Bereits vor zwei Jahren verbrauchten die Geräte bei Privatnutzern in zwei Monaten so viel Strom, wie sonst ein Zwei-Personen Haushalt in einem ganzen Jahr.

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    Mittlerweile ist das Bitcoin-Mining zum knallharten Geschäft geworden, in großen Lagerhallen schürfen Profis die Bitcoins. Zu den größten Anbietern gehören aktuell DiscusFish und Antpool. Selbst einige Anbieter wie BTC Guild und DeepBit, die für einen Großteil der Rechenpower im Bitcoin-Netzwerk sorgten, mussten ihr Geschäft aus Kostengründen aufgeben. Der gestiegene Preis dürfte jetzt für leichte Entspannung bei den Schürfern sorgen.







    Durch die Knappheit der Bitcoins soll ihr Wert gesichert werden, ähnlich wie beim Gold. Dennoch ist die Währung immer noch sehr schwankungsanfällig.
    Jede Transaktion wird im digitalen Register (Blockchain) der Währung gespeichert, die Klarnamen der Nutzer werden zu keinem Zeitpunkt im Bitcoin-Netzwerk erfasst. So bleibt jede Zahlung anonym, wie beim Bargeld.

    Dennoch lassen sich durch die digitalen Identitäten der verschiedenen Bitcoin-Konten eindeutige Profile zuordnen und Zahlungen jederzeit im Netzwerk anhand von Transaktionsnummern nachvollziehen. Vielmehr handelt es sich also um pseudonyme Zahlungen - Bitcoins garantieren keine Anonymität.

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